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Heute steht eine lockere Stadtrundfahrt an. Nach dem Jugenherbergsfrühstück (Kaffee, Saft, "Bagels", Brot, Butter, Marmelade) rollt mein Rad den Berg hinunter zum Fisherman's Wharf. Für das Marinemuseum bin ich noch zu früh. Also setze ich mich an die Drehscheibe der berühmten Powell-Hyde-Cable-Car und schreibe den Tagebuchbericht von gestern.
Die vier historischen, hier vor Anker liegenden Schiffe des Museums faszinieren mich so sehr, dass ich erst kurz vor 12:00 Uhr weiterkomme. Ich schlendere über den inzwischen extrem ausgebauten Pier 39 mit hunderten von Geschäften, Jahrmarktsständen und einer kleinen Bühne. Am Ende sind (windgeschützte) Picknickplätze vorbereitet. Die laden zur Mittagsrast ein.
Inzwischen hat ein heftiger Seewind die Wolken vom Vormittag weggeblasen. Bei wunderbar klarer Sicht auf die Bucht kann ich die schnellen Segler und die langsamen Ausflugsschiffe beobachten.
Es zieht mich weiter zum Union Square. In der Stockton Road herrscht lebendiges China mit ganz anderen Geschäften als am Pier 39 ! Lebende Fische werden im Wassertank angeliefert. Ich besorge eine Telefonkarte. Die Verständigung mit der alten Chinesin fällt schwer - sie kann fast kein Englisch. Nach dem (erfolgreichen) Versuch, sie zu nutzen, stelle ich fest, dass statt der versprochenen 205 Minuten nur 58 Minuten für 5$ telefoniert werden kann - Schicksal...
Ich mache mich auf den langen Weg zum Pazifikstrand - zuerst über die Pacific Ave. Auf dem Weg komme ich vorbei an der anglikanischen Kathedrale - beeindruckend neugotisch, wenn auch erst 1930 in Beton erbaut. Auf den Pacific Heights stehen schön renovierte alte Villen - wohl nur für Millionäre. Von hier oben überblickt man die gesamte Bucht.
Der Weg durch die anschließenden Parks ist etwas verwirrend. Ich lande in einer Vorstadtkommune, komme am Bischofssitz der russisch orthodoxen Kirche vorbei und am "Palast der Ehrenlegion" - einem der großen Kunstmuseen. Leider ist es schon geschlossen. Von hier blickt man von der Pazifikseite auf die Golden Gate.
Den Rückweg vertraue ich meinem Lonely Planet Führer an; daraufhin bin ich in kaum einer Stunde wieder an der Jugendherberge. Vorher kaufe ich noch beim Safeway um die Ecke ein, um dann üppig zu Abend zu essen (Hähnchen mit Tortilla und Salat).
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Der Abendspaziergang zum Pier führt vorbei an beeindruckenden Kunstgalerien. Hier kann man Chagall und Picasso nicht nur anschauen sondern auch kaufen...
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