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41. Tag: Betty's Bay - Hermanus (50 km)
So, 12.02.2012


Um 7:00 Uhr steht mein Zimmergenosse auf. Es war eine himmlisch ruhige Nacht, so dass wir beide von 21:00 Uhr bis 7:00 Uhr schlafen konnten.

Um 7:00 Uhr steht  mein Zimmergenosse auf. Es war ein himmlisch ruhige Nacht, so dass wir beide von 21:00 bis 7:00 Uhr schlafen konnten. Nachts regnete es zwar zeitweise heftig, der Morgen grüßt aber mit strahlendem Sonnenschein. Auf dem Aussichtsbalkon des Hostels gibt es Frühstück auf die sonnenbeschienene Bucht. Ich mache mein Frühstück wieder selbst.

Um 8:30 Uhr bin ich unterwegs. Die Straße nach Hermanus hat einen rauen Asphalt, der die mit 100 km/h vorbeifahrenden Autos zu erheblichem Lärm veranlasst. Für Radfahrer ist die Straße günstig, weil es einen breiten asphaltierten Seitenstreifen gibt. Viele Sonntagsradler überholen mich, bewundern einerseits mein Gepäck, sind aber sichtlich enttäuscht, wenn ich zugebe, heute nur 50 km zu fahren.

Obwohl die Straße der Küstenlinie folgt, verläuft sie unangenehm hügelig, mit zum Teil kurzen, aber steilen Anstiegen. Nach 28 km mündet die R44 in die von der N2 kommende R43. Sie ist nun stärker befahren von Sonntagsausflüglern aus Cape Town, die es meist sehr eilig haben.

Hermanus begrüßt mich mit einer kilometerlangen Straßenbaustelle. Offenbar soll die Ortseinfahrt vierspurig ausgebaut werden, eigentlich unsinnig, weil die Ortsdurchfahrt wegen vorhandener Bebauung zweispurig bleiben muss. Auf der Baustelle tut sich offensichtlich schon seit längerer Zeit nur sehr wenig. Über die frei gegrabene Trasse sind wieder provisorische Fußgängerüberwege angelegt.

Das Hermanus Backpackers ist ein Traum: große Zimmer mit großen Fenstern für die Dormitories, zwei Küchen für die Gäste, ein Fernseh- und ein Computerraum, eine abgetrennte Bar und ein großer Garten mit Pool und vielen Sitzbänken. Hier möchte ich zwei Tage bleiben.

Nach der Mittagspause mit Mittagsschlaf folge ich zu Fuß dem Cliff Path. Beeindruckende Felslandschaften werden von der Brandung umtost. Im Ortszentrum gibt es einen alten Hafen, der an die Cinque Terre erinnert. Die Schiffe müssen nach dem Anlegen eine Rampe hochgezogen werden, um vor der Brandung sicher zu sein.

Die Marktstände mit den üblichen afrikanischen Andenken aus Holz und Stein haben auch am Sonntag offen. Bei der Gleichartigkeit der Figuren kommen mir immer mehr Bedenken, ob nicht doch die Mehrzahl in China produziert wird.

Pick’nPay hat sogar bis 18 Uhr offen. So kommen ich zu zwei guten Lammsteaks und Karotten, das lukullische Abendessen ist gesichert. Im Fernsehen läuft gerade "The Interpreter", eine der Glanzrollen von Nicole Kidman. Erst heute wird mir klar, dass die Heldin die Polizei an der Nase herumführt, um selbst Rache am Präsidenten eines fiktiven afrikanischen Unrechtsstaates nehmen zu können.


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