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40. Tag: Gordon's Bay - Betty's Bay (39 km)
Sa, 11.02.2012


In der Nacht regnet es heftig. Trotzdem ist an Ausschlafen nicht zu denken. Die "Werktätigen" sind um 6:00 Uhr schon lautstark im Erdgeschoss auf den Beinen. Der Schlafsaal im Dachgeschoss besitzt keine Tür zur Treppe, die im Aufenthaltsraum endet.

Um 8 Uhr mache ich mein Frühstück - geröstetes Weißbrot mit Butter und Cheddar. Gegen 9 Uhr starte ich unter schwer wolkenverhangenem Himmel. Ich bin noch nicht aus der Stadt heraus, als ein durchdringender Nieselregen einsetzt.  Zum Glück bietet das Vordach einer Garage etwas Schutz.  Nach halbstündiger Pause geht es dann im Trockenen weiter, zuletzt scheint sogar die Sonne.

Die Straße ist - ähnlich wie beim Chapman’s Peak Drive - direkt oberhalb der Steilküste in den Berg gegraben. Der Regen hat zahlreiche Steine ausgelöst, die meist, da aus Sandstein, bereits plattgefahren wurden. Ein reger Wochenendverkehr bevölkert die Straße. Der langgezogene Campingplatz direkt am Strand der Kogelberg-Bucht ist schon gut belegt. An mehreren Aussichtspunkten gibt es Fotostopps. So komme ich nur langsam voran. Außerdem steigt und fällt die Straße mehrfach zwischen den Flussmündungen. Zwischen Rooiels und Betty’s Bay überwindet sie einen kleinen Pass, ca. 200 Höhenmeter.

Betty’s Bay besteht aus einer Unzahl von Villen, die sich über 10km entlang der Bucht verteilen.  Ein  Ortszentrum gibt es nicht. Hauptattraktionen sind ein genialer Surfstrand für Wellensurfer und eine dichtbesiedelte Pinguinkolonie am Stony Point. Ich besichtige beides nach der Mittagspause und einem zweistündigen Mittagsschlaf im Beach Side Hostel.

Am Abend gesellt sich ein holländischer Reiseradler zu mir in meine Dreibett-Holzhütte, in die ich einquartiert wurde. Angeblich sind alle anderen Betten ausgebucht. Er hat sein Rad für 60 Euro bei Bristish Airways mitnehmen können. Nun radelt er für 14 Tage von Cape Town in Richtung Osten. Er hat schon Asien (Birma, Kambodscha, Indien), Marokko und natürlich Europa bereist. Allerdings hat er höchstens fünf Wochen am Stück Zeit für seine Reisen. Er reist wie ich meist allein, weil das Reisetempo mit Freunden nur schwer abstimmbar ist.


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