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Heute Morgen ist das Vorderrad platt, hinten hat sich der Druck nur geringfügig verringert. Heute morgen ist das Vorderrad platt, hinten hat sich der Druck nur geringfügig verringert. Also pumpe ich - erstmals - den Reifen vorne wieder auf. Das geht mit der kurzen Fahrradpumpe erstaunlich gut. So fahre ich wieder zum "Cycle Lab" am Rande der Innenstadt. Dort kennt man mich schon. Nach allgemeinem Bedauern, dass ich schon einen Plattfuß gefahren habe, bemüht sich sofort einer der zahlreichen Angestellten, den passenden Schlauch zu finden.Das dauert eine Weile - dann baut er den Schlauch aber sofort ein - kostenlos ! Für 36 Rand ist das Rad wieder fahrbereit. Auch der leicht verdrehte Lenker wird noch gerichtet.
Nach dieser erfreulich schnellen Problemlösung wandle ich die George Street hinab in Richtung Marktplatz. Beim Büro von "BAZ-Bus" wird mir bestätigt, dass ich im täglichen Backpacker-Bus entlang der Garden Route tatsächlich mein Fahrrad im Gepäckanhänger mitnehmen kann, wenn ich das Vorderrad abschraube - eine erfreuliche Nachricht für die Rückreise.
Der Tag ist so strahlend und heiß, dass ich beschließe, nun doch schon auf den Tafelberg hoch zu fahren. Die Zufahrtstraße zur Seilbahnstation auf 365 m Höhe schiebe ich hoch. Für 190 Rand kommt man mit der schnellen Schweizer Seilbahn auf die Gipfelstation bei 1060 m. Es gibt keine Wartezeiten und keine Menschenschlangen.
Oben
empfängt mich angenehm kühler Wind bei dennoch brennend heißer Sonne. Auf dem
Plateau gibt es mehrere sandalengerechte Wege mit jeweils atemberaubenden
Aussichtspunkten zum Staunen, Fotografieren und Verweilen.
Die Pflanzenwelt zeigt einzigartige Blüten,
die trotz der Hitze wachsen, weil sich regelmäßig auf dem Plateau Nebel bildet
aufgrund der Westwinde vom Meer. Das ist das schon mehrfach beobachtete
"Tafeltuch" (table cloth). Im Grunde entspricht hier die Vegetation
der eines trockenen Hochmoors. Es ist das kleinste , aber unabhängige
Pflanzenimperium der Welt !
Es fällt nicht schwer, hier oben fast 4 Stunden zu verweilen und die Felsen, das Meer und die Stadt bei unterschiedlichem Licht zu fotografieren. Am Nachmittag verzieht sich sogar der Dunst über der Kap-Halbinsel... Die Seilbahnfahrt abwärts ist - ebenso wie die Aufwärtsfahrt - ein besonderes Erlebnis, weil der Kabinenboden sich während der Fahrt einmal um 360 Grad dreht und jeweils vorne und hinten scheibenlose Fenster die direkte Aussicht auf die Stadt bzw. die Berge frei geben.
Auf dem Rückweg von der Talstation wähle ich die Abfahrt zur Westküste der Kap-Halbinsel hin und fahre über Clifton Bay auf der schon bekannten Küstenstraße zurück nach Sea Point unter Umgehung der jetzt verkehrsreichen Innenstadt.
Noch einmal leiste ich mir im Woolworth eine ganze Melone für 30 Rand. Die Hälfte wird schon beim Abendessen vertilgt.
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