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Zuerst besuche ich die katholische Kirche auf halbem Weg in die Innenstadt. Außen ist sie von wuchtigen Granisteinen umgeben - innen dominiert der italienische Stil. Der FGottesdienst ist unserem sehr ähnlich. Die Besuche sind Weiße oder Couloreds - echte Schwarze gibts fast keine. Zur Kommunion erhält jeder auch einen Schluck Wein. Am Ausgang verabschiedet der Priester jeden Besucher persönlich. Auch mir wünscht er gute Reise - ich solle mich vor der Hitze in Acht nehmen.
Das Zweite Ziel heute ist die Victoria and Albert Waterfront. Aus Teilen des immer noch aktiven Hafengebiets ist eine Einkaufs- und Restaurant-Landschaft entstanden. Überraschend ist die unmittelbare Nähe von genutztem Hafen und Freizeitgelände. Beim Flanieren durch die riesige Victoria Warf Mall stolpere ich über einen Vodacom-Laden. Die flinke Verkäuferin verkauft mir gleich eine SIM-Karte (10 Rand) und ein Guthaben für 110 Rand (fast 3 Stunden). Sicherheitshalber hole ich mein Tchibo-Handy aus dem Hostel, um die SIM-Karte zu testen: "SIM-Karte ungültig" ist die Antwort. Also bleibt mir doch nur wieder der Kauf eines billigen neuen Handys für 220 Rand - es ist das gleiche Nokia wie von Tchibo - nur ohne Farbdisplay. So kenne ich wenigstens die Bedienung.
Damit lässt sich nun sehr preiswert innerhalb Südafrikas telefonieren, um zum Beispiel die Hostels zu reservieren. Ich kann auch von zu Hause angerufen werden - ohne Roaming Gebühren.
Kurz genieße ich noch den Ausblick vom großen Wellenbrecher des Hafens, dann gehts in die Innenstadt zur Stadtrundfahrt mit dem Rad. Auf dem Dach des Busbahnhofs ist die Abfahrtsstelle für 100 Minibusse, die durch Ausrufer auf Kundenfang sind. Von dort aus lande ich auf dem großen Rathausplatz - daneben steht die historische Verteidigungsburg - das älteste Gebäude der Stadt. Beim Weiterfahren komme ich bei den Filmaufnahmen für ein Commercial vorbei. Hundete Komparsen bejubeln irgendeine Radiomeldung.
Zurück im Hostel lerne ich ein deutsches Ehepaar aus Weinheim kennen - Freunde von ihnen wohnen in Böhl-Iggelheim ! Sie sind schon zum vierten Mal in Südafrika - genießen das neue Ashanti Hostel, das zur WM 2010 eröffnet wurde. Sie geben mir gute Tipps zu den Unterbringungen auf der Garden Route.
Morgen starte ich zur ersten Mehrtagestour durch die Winelands. Die erste Tagesetappe geht nur bis Muizenberg an der False Bay - bleibt also im Stadtgebiet. Notfalls fährt von dort alle halbe Stunde eine S-Bahn zurück...
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