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Heute ist Fahrrad-Tag. Da mir gestern aufgefallen ist, dass die Räder französische Ventile besitzen, brauche ich einen Adapter für meine Luftpumpe (für Autoventile). CycleLab weiß zwar, dass es sie gibt, hat aber wieder einmal keine vorrätig. Stattdessen soll ich eine neue Luftpunpe für 133 Rand kaufen, die aber so schwach ist, dass man damit den nötigen Reifendruck nicht erzeugen kann.
In mehreren Tankstellen und Hardware Shops frage ich nach - Fehlanzeige. Ich fahre also weiter, an der Kapküste entlang - eine Bucht ist schöner als die nächste. Die Städtchen besitzen eine elitäre touristische Infrastruktur, die nur von Weißen bezahlt werden kann. Der Strand aber gehört allen Bevölkerungsgruppen - bunt gemischt.
In Hout Bay finde ich gleich am Ortseingang eine CycleShop - der hat tatsächlich den gesuchten Messingadapter - für 18 Rand. Es ähnelt den bei uns üblichen Adaptern - besitzt aber zusätzliche Gummidichtungen. Am Eingang zum Fischerei-Hafen finde ich ein großes Fish-and-Chips-SB-Restaurant. Schon vor 12;00 Uhr sind einige Familien am Essen, vor allem Familien mit Kindern. Tatsächlich kostet eine große Portion nur 42,50 Rand. Ich genieße das warme Mittagessen im Angesicht der Fischerboote - Wasser trinke ich aus der Feldflasche dazu.
Im Hafen liegen zum Teil abenteuerlich alte Fischkutter - alles was in Europa ausgemustert wird - zum Teil noch mit den alten Namen. In den Lagerhäusern werden fangfrische Fische verkauft - vornehmlich für Großhändler aber auch für zufällige Einzelkunden. Am Ende des Hafens schließt sich eine TownShip an, die ich besser nicht besuche.
Stattdessen beginnt nun der Aufstieg zum "Chapman's Peak". Eine nur zu toristischen Zwecken errichtete Straße führt direkt oberhalb der Felsenküste um das Bergmassiv herum. An jeder Ecke gibt es Aussichtsplätze oder Picknick Areas. Deshalb kostet die Straße auch 32 Rand für PKWs - für Radfahrer ist sie umsonst !.
Am höchsten Punkt gibt es eine doppelte Aussicht - in Richtung Hout Bay zurück und nach vorne zur Bucht von Kommetije. Der gestern besuchte Leuchtturm grüßt wieder. Der Abstieg der Straße ist zum Teil in den Fels gekerbt, d.h. das Gebirge ist nicht mit Stützen abgefangen. Das scheint trotzdem zu halten, allerdings braucht es ein ausgeklügeltes System von Steinschlagnetzen.
An der tiefsten Stelle der Abfahrt mit weitem Blick über den 100 m breiten schneeweißen Sandstrand kehre ich um. Drei Anstiege auf jeweils fast 200 Höhenmeter liegen nun noch vor mir. Da ich jetzt auf der ufernahen Seite der Straße fahren kann, habe ich einen andauernden, ungestörten Blick über die Felsenküste.
Der Anstieg von Hout Bay auf der inzwischen stark befahrenen Straße fällt schwer. Jenseits gehts über die gut besuchten Strandorte wieder zurück nach Green Point.
Unterwegs treffe ich Pilks von Sportradlern und Familien mit Mountain Bikes. Diese "Scenic Route" gönnen sich heute viele. Sogar zwei Reiseradler mit Gepäck begegnen mir - leider sind sie zu schnell, um sie nach dem woher und wohin zu fragen. Es gibt also noch andere, die allein mit Gepäck durch Südafrika radeln
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