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Der Morgen weckt mich mit strahlend blauem Himmel.
Nach dem üblichen selbsterstellten Frühstück im Zimmer gehts wieder auf die Piste.
Zunächst folgt ein sanfter aber lang andauernder Anstieg bis Trinita d'Agnetu.
Bei Gegenwend hätte ich diese Stecke schieben müssen. Der hat sich inzwischen aber weitgehend besänftigt.
Immer wieder ergeben sich herrliche Ausblicke auf die felsige Küste mit den eingestreuten Buchten.
Mehrere Campingplätze öffenen aber erst im Sommer, d.h. ab Mai.
Die Abfahrt nach Valledonia ist lang anhaltend und erfreulich effektiv. Hier setze ich die Mittagspause. Der Hauptverkehr wird vom Ort auf eine fast vollständig pfeilergestützte Umgehungsstraße verlegt. Rauchende Schülerinnen, die nach Schulschluss auf den Bus warten, wecken mich aus dem Mittagsschlaf. Ein letzter Anstieg führt auf den Sattel, auf dem auch Castelsardo liegt. Teilweise muss ich die stark befahrene neue Umgehung nutzen. |
Laut JH-Verzeichnis liegt die Jugendherberge von Castelsardo im Vorort La Pegna.
Daher umgehe ich zuerst die Ortsdurchfahrt und nutze eine Ausfahrt hinter Castelsardo.
Nach einigem Fragen finde ich auch das große Gebäude der JH am Ortsrand.
Ein junger Mann öffnet nach Anklopfen, stellt aber mit Bedauern fest, dass die JH für Gäste erst im Mai öffnet.
Also begebe ich mich doch erst wieder auf Hotelsuche. Ein "Residence"-Hotel, das Zimmer mit eigener Küche vermietet,
lässt mich schließlich für 30 Euro übernachten - im Dreibettzimmer.
Zuerst genieße ich den kleinen, feinen Sandstrand, der heute fast komplett von den heftigen Wellen überspült wird.
Erst um 16:30 Uhr öffnen die Geschäfte zum Proviant fassen. Danach gehts zur Ortsbesichtigung nach Castelsardo.
Der alte Ort liegt ganz auf dem Burgberg. Darum herum haben sich neuere, bunte Häuser gruppiert.
In der Hauptstraße findet man mehrere, zum Teil sehr große Andenkenläden, die "typisch sardische" Handarbeit
verkaufen. Diese wird allerdings komplett aus chinesischen Kartons ausgepackt...
Die Altstadt selbst ist sehr idyllisch. Im Tagungsraum des Castello gerate ich zufällig in einer
Power Point Vortrag der EUCAPRIA, die ihren Jahreskongress in Castelsardo hält.
Die junge Dame, die die viel zu vollen und zu kleinen Folien zeigt. freut sich kindlich, wenn die PPT-Effekte funktionieren.
Den Abschluss bildet eine desaströse Dia-Show, die alle Bilder gleichzeitig anzeigt, sodass nichts mehr zu erkennen ist.
Die Aussage des Vortrags sollte wohl sein, dass viele negative Einflüsse und Missernten in den Nichtindustrie-Ländern
zu vermeiden wären, wenn die Bewohner ihr Saatgut (aus der letzten Ernte) austauschen würden.
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