[ vorhergehender Tag] [Übersicht] [nachfolgender Tag]
Heute strahlt die Sonne. Ich starte um 10:00 Uhr nochmals zur Road 309 – diesmal ohne Regen. Mit meinem Merida Treckingbike (Crossway 10) lässt sich die Gravel Road gut befahren, allerdings heute mit leichtem Gepäck.
Am Wasserfall gibt es auch einen Zugang von oben. 500 Meter weiter führt ein kleiner Rundweg zu zehn uralten Kauri-Bäumen. Man kann auf einem Podest den drei Meter dicken Stamm des ältesten Baumes (600 Jahre) sogar umfassen. Die Wurzeln müssen geschützt werden vor einem Wurm, der sich dort einnistet und den Baum zum Absterben bringt.
Der Rückweg verläuft weitgehend bergab. Ich fahre gleich weiter zur „Driving Creek Railway“. Das ist eine seit 1970 vom Künstler Brackwill neu gebaute Waldeisenbahn, die die typischen Strukturen ehemaliger Holzfällerbahnen aufweist: Kreiskehren, Tresle-Brücken, Zick-Zack-Fahrten. Erst 2003 ist der Abschluss, ein Aussichtsturm auf der Bergkuppe fertig gestellt worden. In dieser Woche ist Brackwill mit 80 Jahren verstorben.
Spannend ist die Fahrt, weil immer zwei Züge hintereinander unterwegs sind, die sich bei Kehrschleifen und Zick-Zack-Fahrten begegnen. Die Gleise sind sehr provisorisch verlegt. Dieselgetriebene Gliederzüge transportieren bis zu 30 Personen. Deutschen Sicherheitsvorschriften würde das nicht genügen. Es ist aber ein Spaß - eine Modellbahn zum Mitfahren.
Im Hostel komme ich mit Max aus Nördlingen ins Gespräch. Er ist vor seiner Familie(Vater und Bruder) nach Neuseeland geflohen. Ihnen gehört die Firma SIPA, die Strahltechnologie erfindet und verkauft. Max durfte dort nur als Verkäufer arbeiten, während sein 17 Jahre älterer Bruder die Firma leitet. Jetzt reist er mit dem Rad für ein Jahr durch NZ, um sich neu zu orientieren. Für drei Wochen will er hier im Hostel aushelfen und dafür kostenlos wohnen (woofing).
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
[ vorhergehender Tag] [Übersicht] [nachfolgender Tag]