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Heute erkunde ich die Stadt nach ausgiebigem Schlaf bis 8:00 Uhr ( = 10:00 Uhr MEZ). Zuerst zum Hafen: Der Eingang zum Zollbereich ist nicht weiter gesperrt. Die Wachen lassen jeden herein. Jugendliche und Kinder lungern herum , huschen zwischen den abgestellten Trailern hindurch, schlüpfen durch Absperrzäune. Ein Polizist versucht, hilflos pfeifend., sie zu vertreiben. Mit der Fähre kommt eine Gruppe wohlgerüsteter Motorradfahrer aus Frankreich, fast neue Geländemaschinen, ganz neue Reifen und zum Teil noch Ersatzreifen.
Ich wage mich in die Altstadt. Die Läden öffnen gerade, im Basar herrscht schon reges Treiben, eine angenehme Atmosphäre. Ich finde die spanische Kathedrale, einen Neubau außerhalb der Medina, obwohl dort noch die alte kath. Kirche verlassen steht. Um 11:00 Uhr ist spanische Messe.
Danach fahre ich runter zum Strand. Dort stehen Luxushotels für Touristen, abgeschirmt von der Stadt - eine andere Welt. Ich finde ein Plätzchen, wo mich keiner belästigt, um den Marokkoführer zu studieren. Mit neuem Wissen gehts nochmal zur Medina: großer Marktplatz, Moschee, alter Marktplatz. In einer Pastelleria gibts süße Stückchen zu Hauf zu je 1,50 Dh. Auf der Aussichtsterrasse über dem Meer erwischt mich wieder eine Kinderhorde. Der jüngste, kaum 5 Jahre alt, greift in meine Tasche. Ich stoße die Hand zurück, da zeigt er mir eine Stecknadel, mit der er "bewaffnet" ist. Ich suche den neuen Bahnhof außerhalb des Stadtzentrums. Auf der Ausfallstraße versuchen mich zwei zehnjährige mit ihren Fahrrädern einzufangen. Einer fährt Schlangenlinien vor mir her, der andere folgt von hinten. Nach einem provozierten Unfall wäre ich ihr Opfer gewesen. Ich weiche nach rechts aus und bremse. Das durchkreuzt ihre Taktik. Sie verschwinden für kurze Zeit. Ich kehre aus Sicherheitsgründen lieber um. Ein anderer Junge
setzt mit dem Fahrrad zur Verfolgung an. Mit Rückenwind und durch Überfahren der roten Ampeln entkomme ich.
Im Hotel mache ich mir früh Abendessen. Ich will morgen testen, ob Belästigungen und Bedrohungen auch frühmorgens stattfinden. Dann müsste ich die Tour wohl aus Sicherheitsgründen abbrechen. Ein ausführlicher Mailbericht über die Lage geht an die Lieben zu Hause. Selbst das Hotel hat heute die Eingangstür verriegelt, weil zu viele Jugendliche auf der Straße herumlungern.
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