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39. Tag: Algeciras - Ceuta (20 km)
Fr, 11.5.2001


Gleich nach dem Aufbruch im Hostal fahre ich zum Hafen. Das Ticket nach Ceuta kostet 3.400 Pesetas - egal auf welcher Fährgesellschaft, das Fahrrad ist gratis. Ich komme um 10:15 Uhr zu "Buquebus" einer der ältesten Schnellfähren. Das Meer ist aber so ruhig, dass auch dieser Kahn nicht schwankt.

In Ceuta betrete ich nun zum ersten Mal den afrikanischen Kontinent. Allerdings unterscheidet sich die Stadt wenig von jeder anderen südspanischen Hafenstadt. Nur die Zahl der Araber ist größer. Die Männer tragen zum Teil lange Mäntel aus dünnem Stoff, die Frauen ihre moslemische Kopfbedeckung.

In einem wenig einladenden Hostal finde ich ein Zweibettzimmer für 2.000 Pstas. Die Dusche funktioniert nur mit Mühe, die Sauberkeit lässt zu wünschen übrig. Dafür liegt das Haus sehr zentral - keine langen (und gefahrvollen) Wege von der Stadt zum Zimmer.

Ich nutze den Nachmittag zu einer Erkundung der Halbinsel. Ganz am Ende sieht man wunderschön die spanische Südküste und Gibraltar - wie immer in den letzten Wochen wolkenverhangen. Hier ist es windig aber sonnig. Dichter Schiffsverkehr bevölkert erwartungsgemäß die Meerenge.

Zuletzt möchte ich noch den Grenzübergang nach Marokko erkunden. Noch in der Stadt überholt mich ein rotes Auto mit vier Jugendlichen - einer schießt mir mit der Federpistole eine Plastikkugel in den Rücken. Sie trifft die Wirbelsäule - eine leichte Störung des Gleichgewichts ist die Folge. Ich bin schockiert - Spanien scheint gefährlicher zu sein als Marokko - hoffe ich...


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