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Im Hotel "Alsace" schlafe ich so gut, das ich erst um 8:15 Uhr aufwache. Schnell ist Frühstück gemacht mit Heidelbeermarmelade und schwarzem Tee. Dann Fahrrad beladen , um 9:30 Uhr geht's los.
Zuerst folge ich der N9 bis zur Ortsdurchfahrt Sigean. Dort gibt es einen offenen "Petit Casino". Alle großen Supermärkte haben heute am Ostermontag geschlossen. Bis zur Mittagspause kämpfe ich mich nach Port-Leucate ans Meer vor. Ein riesiges Surferparadies ist hier entstanden. Der kräftige Westwind erlaubt hier auf den Etangs gefahrloses High-Speed-Surfen. Ganze Wohnmobil-Kolonien mit vor allem deutschen Surfern bevölkern die Seeufer.
Das Meer ist paradiesisch. Vor den unzähligen Ferienhäusern breitet sich ein weißer Strand aus, der durch eine Düne von der Bebauung getrennt ist . Die Mittags-Siesta wird jäh unterbrochen durch Regentropfen. Ich fliehe vor den Wolken auf der Küstenpromenade. Hier reiht sich ein Badeort an den nächsten, ganz neue wie Barcares oder ältere wie Canet-Plage oder St.Cyprien-Plage. Um diese Jahreszeit trifft sich hier vor allem die ältere Generation: Ein katalanisches Orchester spielt zum Volkstanz auf der Strandpromenade auf. Argeles-Plage ist ein riesiger Camping-Komplex mit mindestens 10 Großplätzen.
Ich dringe noch vor bis an die Felsküste der Cote Vermeille. Auf der Nebenstraße D86 begegnet mir eine geschlossene Autokolonne auf dem Rückweg von Collioure. Dieser Ort liegt wunderschön in einer natürlichen Bucht, die überragt wird von einem mittelalterlichen Schloss. Ich finde ein Hotelzimmer für 200 FF. Noch beim Abladen meines Gepäcks wird das letze Zimmer für heute vergeben, Glück gehabt.
Der Abendspaziergang führt durch einen Ort, wie ich ihn bisher nur von den Cinque Terre in Italien kenne. Vor allem Künstler haben sich hier niedergelassen.
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