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Meine negative Einstellung zu den Fernradwegen in Frankreich muss ich heute revidieren. Der Veloweg V6 entlang des Doubs und des Rhein-Rhone-Kanals ist erstklassig ausgebaut und beschildert.
Ich beginne mit einer Stadtausfahrt auf der D683. Einem langen Anstieg in der Stadt (Route de Belfort) folgt eine rasante Abfahrt außerhalb. Weniger LKWs als vermutet machen das Fahren angenehmer. In Roche-lez-Beaupre wechsle ich auf den parallel verlaufenden Radweg. Er führt ebenerdig am Doubs entlang – keine sinnlosen Steigungen mehr. Relativ schnell erreiche ich das erste Zwischenziel Baume-les-Dames. Dort ist Mittagspause auf einem Picknickplatz außerhalb des Ortes direkt am Radweg.
Im weiteren Verlauf wechselt der Radweg die Doubs-Seite. Er steigt dann aber unangenehm bei Roche-les-Clerval und landet in Clerval auf der Hauptstraße nach Montbeliard. Die nächste Etappe bis L’Isle-sur-le-Doubs bleibe ich auf der D683. Auch hier gewinne ich Höhe, die an der Ortseinfahrt von L’Isle endet. Beim Lidl kann ich nochmals Proviant fassen und eine zweite Pause direkt am Doubs-Kanal einlegen. Dieser Kanal führt mich bis Colombier-Fontaine. Dort werde ich leider über einen unangenehmen Hügel geschickt (Etouvans). Die Abfahrt ist dann auch noch durch Schwellen behindert. Schließlich erreiche ich in Voujeaucourt das Ende des schiffbaren Doubs. Er wendet sich dem Jurabergen zu – weiter führt der Kanal bis zum Rhein.
In Bart habe ich für 35 Euro ein preiswertes Zimmer gebucht. Das Hotel ist vollkommen verwahrlost. Der dickliche Hotelchef sitzt vor dem Computer und wartet auf booking.com. Das Zimmer ist erstmals richtig schmutzig: „Bates Hotel“ hat jemand in die Kommentare bei booking.com geschrieben.
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