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27. Tag: Royon - Lacanau-Ocean (88 km)
Di, 04.09.2018


Der Tag beginnt mit der Fährfahrt über die Gironde-Mündung. Ein kleines aber erstaunlich aufnahmefähiges Schiff entlädt zuerst Unmengen von Fahrzeugen aus dem Medoc. Dann können zuerst geschätzt hundert Radfahrer ihr Rad auf die Fähre schieben.Die Räder werden so zusammengestellt, dass nur drei PKW-Plätze belegt sind.

In Pointe de Grave beginnt heute meine rasante Fahrt. Der Wind hat sich gedreht auf Nord-Nord-Ost – das bedeutet viel Rückenwind. Die oft langen Passagen zwischen zwei Orten – bis zu 20 km – vergehen wie im Fluge. Der befürchtete Zeitmangel – 88 km zwischen 10:00 Uhr und 19:00 Uhr – tritt daher nicht ein. Zwei Pausen sind möglich – in Vendays-Montalivet um 12:00 Uhr zu Mittag und in Carcans beim Aldi.

Unangenehm ist nur der letzte Abschnitt auf der D6, die direkt aus Bordeaux kommt. Obwohl sie sehr breit ist, hupen und schimpfen einige (Urlauber !), warum ich nicht die „piste cyclable“ benutze. Meine Gründe dafür habe ich schon dargelegt.

Schon um 17:00 Uhr bin ich im Hostel, beziehe in einer umgebauten Villa aus der Gründerzeit – wie vorbestellt – ein Viererzimmer. Dann geht’s zum Getränkekauf und zur Strandpromenade. Der Hauptsport der jungen Leute ist hier das Wellen-Surfen. Inzwischen hat sich die Badewannen-Atmosphäre des Meeres von gestern gewandelt: bis zu zwei Meter hohe Wellen branden an den Dünenstrand. Die ca. 10 Meter hohe Düne grenzt das Hinterland ab. Sie wird inzwischen nach allen Regeln der Kunst gepflegt, instand gehalten und stabilisiert.

Dank der Gästeküche kann ich seit Troyes wieder warm kochen zum Abendessen.


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