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28. Tag: Lacanau-Ocean - Bordeaux (66 km)
Mi, 05.09.2018


Drei Männer und eine Frau teilen sich zwei Doppelstockbetten. Ich muss darum kämpfen, dass nachts wenigstens ein Fenster gekippt bleibt. Morgens weckt uns schon vor 7:00 Uhr geschäftiges Schreiben vor dem Haus – Marktstände werden aufgebaut. Ich frühstücke in der Hostelküche, dann packe ich alles wieder ein – unter erschwerten Bedingungen. Als ich um 09:30 Uhr im Touristen-Infobüro nach dem Abzweig der Straße nach Le Porge frage, gibt die Dame nur unwillig Antwort. Ich bin heute ihr erster Kunde.

Die C-Straße nach Le Porge ist schlecht bis gar nicht ausgeschildert. Sie führt durch dichten Wald – fast autofrei am Lac de Lacanau vorbei. In Le Porge verwirrt mich die Beschilderung zwischen D3 und D107 so sehr, dass ich zuerst drei Kilometer auf der D3 weiter nach Süden fahre. Also heißt es Umkehren und den richtigen Ortsausgang finden. Das ist auch im zweiten Anlauf nur mit Intuition möglich. In Le Temple ist Mittagspause an der Straßenkreuzung zwischen D107 und D5 - immerhin gibt es einen kleinen Park. Ich beobachte den „Tanz der Vierzigtoner“ beim Umrunden des Kreisels.

Die nächsten 20 km auf der D107 führen ohne Dörfer bis an den Rand von Bordeaux. Ich verkürze die Zeit beim Radfahren mit Gedankenspielen über die Wirkung von Endorphinen auf das Immunsystem. In St. Medard beginnt der Stadtverkehr und mein Tanz gegen Autofahrer und unbrauchbare „Radwege“. Ich lande nach weiteren 10 km Stadtverkehr an einer Kreuzung, an der Bordeaux-Lac ausgeschildert ist. Ich folge dieser Straße lange bis zur Straßenbahn Linie C. Diese leitet mich zum „Palais de Congres“, in dessen Nähe das gebuchte „IBIS Budget Hotel“ liegt. Für 52 Euro gibt’s ein schönes Zweibettzimmer mit eigener Dusche und WC. Der Abendspaziergang führt zum „Centre Commercial“ ins IKEA mit warmem Menu für 5 Euro.


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