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Wieder über 100 km ! Der Morgen begrüßt mich mit einem strahlenden Himmel über der aufgehenden Sonne. Ich starte bereits um 8:00 Uhr – die Stadt ist wie ausgestorben. Für die ersten 10 km begebe ich mich nun doch auf die Hauptstraße D949 – unter Verzicht auf die „Corniche“ entlang der Steilküste von Sables d’Olonne. Der Verkehr ist erträglich. Schon in Talmont-St-Hilaire beginnt die gewünschte Nebenstrecke D21. Sie ist stärker von Urlaubern frequentiert als erwartet. Deshalb gibt’s in La Tranche sur-Mer die erste Pause. Es ist Markttag – fast kein Durchkommen in der Stadt. Eine Sitzbank direkt am Strand ist mein Picknick-Platz – allerdings strömen Hunderte von Marktbesuchern in beiden Richtungen vorbei.
Um die D1046 zu finden, fahre ich an mindestens 20 Campingplätzen vorbei. Das Angebot aber auch die Nachfrage sind riesig. Nun beginnt eine lange Durststrecke durch die „Marais Fou“ – die Sumpfgebiete. Die Strecke ist eintönig – oft mit Gegenwind – die Dörfer sind reine Straßensiedlungen mit häufig eingeschossigen, barackenähnlichen Häusern. In Champagne-les-Marais mache ich auf dem schattigen Dorfplatz eine letzte Pause. Meine Getränke gehen zur Neige. Kurz vor Puyravault treffe ich auf die D10 nach La Rochelle. Es ist eine stark befahrene zweite Hauptverkehrsstrecke ans Meer – gut ausgebaut, oft mit breitem Seitenstreifen. Entsprechend schnell sind die letzten 30 km runtergespult.
Direkt am Stadteingang finde ich einen Hinweis zum Ortsteil „Les Minimes“ – den alten Hafen. Dort steht auch das Touristenbüro. Der Ortsteil ist ein riesiges Stadtentwicklungsgebiet mit Teilen der technischen Universität, Hotels, Gaststätten und der Jugendherberge. Dort finde ich das vorbestellte Bett im Viererzimmer. Im „Carrefour City“ in der Nähe kann ich Getränke nachfassen – einen ganzen Sixpack 6 X 1,5 Liter Sprudel !
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