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18. Tag: Angers (zu Fuß) (0 km)
So, 26.08.2018


Noch ein Pausentag: Die „Seele“ muss nachkommen. Noch vor dem Frühstück buche ich die Unterkünfte für die nächsten beiden Stationen: Ancenis an der Loire und schließlich Nantes. Vieles ist schon ausgebucht. Es sind immer noch Ferien in Frankreich.

Danach geht’s zur Laverie (Wäscherei). Es gibt kaum 300 m vom Hotel einen großen Waschsalon mit 20 Maschinen und 10 Trocknern. Sie werden elektronisch von einer Zentrale gesteuert, die auch – wie ein Parkscheinautomat – das Geld entgegennimmt. Unter der Nr. 40 erhält man eine große Portion Waschmittel für 90 ct. Das Ganze dauert fast eineinhalb Stunden. Dann ist schon Zeit für ein vorgezogenes Mittagesse. Die nicht für den Trockner geeigneten Stücke werden auf Bügeln im Schrank oder auf der Bettdecke drapiert.

Der Nachmittag ist nochmals der Altstadt gewidmet. Die großen Einkaufsstraßen sind heute – am Sonntag – ausgestorben. Es gibt dazwischen schöne Plätze und vereinzelt noch alte Fachwerkhäuser. Der Höhepunkt ist der Besuch des „Chateau“ – in diesem Fall einer mittelalterlichen Wehrburg mit bis zu 40 m hohen Mauern. Der Garten im Innenhof ist klein – die meisten Räume sind nur noch Ruinen. Außergewöhnlich ist aber die 100m lange und 3m breite „Tapesserie von Angers“. Auf dem mittelalterlichen Wandteppich werden Szenen aus dem Buch der Apokalypse dargestellt , mindestens sieben lebensgroße Bilder des Endzeitevangeliums. Der damalige Fürst deutet die Katastrophen seiner Zeit (13. Jahrhundert) so um, dass danach – natürlich durch ihn – das Paradies auf Erden ausbricht.


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