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Entgegen der Wettervorhersage regnet es heute Morgen nicht. Die übliche morgendliche Organisation dauert – wie immer – ca. zwei Stunden. Dann starte ich auf der Uferstraße nach Westen. Bei der Unterquerung der Autobahn ist plötzlich Fahrradverbot ausgeschildert. Ich halte mich nicht daran. Am 200 m entfernten Kreisel zweigt nämlich die von mir gewählte D751 nach Gennes ab. Die Schlösser werden kleiner. Stattdessen gibt es Monolithen-Kreise aus der Steinzeit.
Am Ufer wird die Straße zunehmend schmaler – LKWs sind verboten. Die Autofahrer gedulden sich, bis sie mich überholen können. Ab Gennes wechselt die Uferstraße die Nummer, jetzt D132. In Le Thoureil gibt es eine beeindruckende alte Kirche, in der gerade eine Hochzeit vorbereitet wird.
Nach der Mittagspause in St. Remy wechsle ich die Loire-Seite, um an der richtigen Stelle in Angers anzukommen. Mir scheint, gerade in ein anderes Land eingereist zu sein. Vom Weinstraßen-Flair der Südseite wechselt die Bebauung auf bretonische Baustrukturen – die Häuser stehen mit der Front zum Wasser hoch auf dem Deich. Helle Kalksteine wechseln zu dunklem Schiefer oder Bruchsteinmauerwerk.
Die D952 ist weniger befahren als befürchtet. Ich komme schnell voran, verabschiede mich in La Daguenière von der Loire. Angers liegt nämlich am Seitenfluss Maine. Wie geplant, führt die D952 direkt zum Bahnhof. Von dort sind es nur 300 m bis zum Hotel „Lena“. Ich bin schon um 15:00 Uhr dort – leider öffnet die Rezeption heute erst um 17:00 Uhr. Also gibt’s eine Stadtrundfahrt mit schwer beladenem Rad.
Nach dem Einchecken um 17:00 Uhr setze ich die Entdeckungstour zu Fuß fort. Festung am Ufer, Kathedrale, Altstadt, Straßenbahn – wie in Tours und Orleans partiell ohne Oberleitung
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