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Drei Tage bin ich nun schon in der chilenischen Hauptstadt. Tage voller Kontraste:
Der erste Tag zu Fuss erschloss den touristischen Teil der Regierungsviertel und der Fussgängerzone.
Wie berichtet, ein Überangebot an Waren, viel zu volle Geschäfte, marktschreierisches Feilbieten
von Waren.
Ein Glanzpunkt ist der alte "mercado central", jetzt ausschließlich Fischmarkt. Ein Angebot, wie ich es zuletzt nur in Spanien gesehen habe. Dazu eine Vielzahl guter Fischrestaurants, die aktiv jeden Vorbeischauenden einladen (Preise ab 1500$ = 6 DM).
Eine alte Standseilbahn führt auf den Aussichtsberg, mit Blick über den Dunst von Santiago.
Am zweiten Tag nutze ich das Fahrrad. Eine ganz neue Erfahrung ist das Verhalten der Busse:
von der 8-spurigen "Avenida di Libertador" nutzen sie 6 Spuren, fahren also in drei Reihen
nebeneinander. Zum Ein- und Aussteigen halten sie auf der jeweiligen Fahrbahn, sodass der
Fahrgast abspringen kann.
Als Radfahrer halte ich mich dann besser weit links, was natürlich die normalen Autofahrer
ärgert.
An der "Estacion Central", dem ehemaligen Hauptbahnhof, fahren noch zwei Züge
"largo recorrido", auf grössere Entfernung. (Auch die Metro fährt nur alle zwei Stunden).
Die Züge gehen nach Concepcion (am Pazifik) und nach Temuco (dem Einstieg in den Lake District,
jeweils nachts.
Trotz Autotransportwagen ist jedoch niemand in der Lage, mir zu sagen ob ich das Fahrrad
mitnehmen könnte:" das hängt vom Zugführer ab", ist die letzte Auskunft des Bahnhofschefs.
So entscheide ich mich doch - wie geplant - für die Rückfahrt mit dem Bus nach Mendoza
(am 25.12.). Die Fahrradmitnahme im Bus ist erstaunlicherweise überhaupt kein Problem.
Der heutige Tag ist den riesigen Shopping-Centern im Osten der Stadt gewidmet. Dort findet
auf hohem Niveau der Umsatz der Innenstadt seine Fortsetzung.
Wenn ich bisher gedacht habe, das Rhein-Neckar-Zentrum sei groß, werde ich hier eines
besseren belehrt: mindestens dreimal so gross, durchgehend dreistöckig, wohl schätzungsweise
1000 Geschäfte - und das innerhalb von 10 km gleich zweimal. Offenbar haben 5 Mio. Menschen
doch eine erhebliche Kaufkraft, vor allem kurz vor Weihnachten
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