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12. Tag: Lemesos - Kouria - Lemesos (40 km)
Fr, 01.06.2012


Heute ist die Besichtigung der historischen Stätten angesagt. Nach dem Hotelfrühstück (3 Toasts, 2 Marmeladen, 2 Scheiben Käse, 2 Tassen Kaffee) gehts auf die B6, die alte Hauptstraße in Richtung Pafos. Über 10 km fahre ich durch den Industriegürtel der Stadt. Dabei gehts vorbei am CARREFOUR und einer griechischen Supermarktkette "Papandreou". Ich bekomme dort Nachschub für meine zur Neige gehemnde Gaskartusche. Jeden Abend kochen und bisher dreimal auch Frühstückstee kostet Energie...

In Kolossi zweige ich ab zur Burg der Johanniter Ritter - die am besten erhaltene Mittelalterburg auf Zypern. Von den Nebengebäuden stehen zwar nur noch die Grundmauern und eine gotische Halle. Das Hauptteil ist ein dreigeschossiges Turmgebäude mit jeweils zwei großen sälen auf jeder Etage. Die oberen Räume besitzen Kamine - sind also beheizbar. Vom Dach hat man einen weiten Blick über Meer und Berge.

Auf dem weiteren Weg stolpere ich in Episkopi über das zypriotische Weinmuseum. Es ist privat finanziert und trägt sich offenbar durch den Verkauf seltener zypriotischer Weine. Ich erhalte für 5 Euro eine Privatführung. Dabei lerne ich, dass auf Zypern erstmals in Europa Wein angebaut wurde. Die Weinpflanze kommt aus Mesopotamien, die Weinbaitradition ist also schon 4000 Jahre alt. Dies wird bei allen Geschichtsschreibern des Altertums erwähnt und gelobt. Die anschließende Weinprobe fällt etwas dürftig aus: ein frischer Weißwein und ein durchschnittlicher, trockener Rotwein. Als besonderen Abschluss gibt es ein Likörgläschen "Commandaria" - eine zypriotische Spezialität, die aus vor dem Keltern in der Sonne getrockneten Trauben gewonnen wird. Es entsteht ein süßer Dessert-Wein mit abenteuerlichen Aromen nach Nuss, Kaffee,...

Nach diesem Gaumengenuss gehts auf den Bergrücken der ausgegrabenen Königsstadt Kourion. Die besondere Attraktion ist das wieder instand gesetzte römische Theater mit weitem Blick über die Ebene und das angrenzende Meer. Dazu kommen zahlreiche Mosaiken aus einem öffentlichen Palast. Auch die Grundmauern der ersten christlichen Bischofskirche stehen noch. Von hier hat man einen abenteuerlich schönen Blick über die sich anschließende Klippenküste.
Zum Abschluss radle ich noch 2 km weiter - einmal ganz runter und wieder rauf - zum Heiligtum des Apollo Hylates. Zwei Säulen des Tempels sind dekorativ rekonstruiert als Blickfang und Fotomotiv. Zahlreiche Gebäude dienten als Herberge für Pilger und Priester.
Der Rückweg - mit Rückenwind - dauert dann nur eine Stunde.


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