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Heute ist der erste Pausentag meiner USA-Tour. Wie geplant fahre ich mit leichtem Tagesrucksack zum Bike Shop an der Hauptstraße in Fort Bragg. Hoffentlich macht der vor 10:00 Uhr auf - dann fährt nämlich der Museumszug. Glücklicherweise kommt der Besitzer mit einer Fahrradrickscha um 9:15 Uhr, nimmt mein Fahrrad entgegen und kalkuliert über den Daumen 20$ für die Arbeit: heftig - aber was soll ich machen ?
Gleich um die Ecke liegt der neue Bahnhof der Museumsbahn. Der Zug besteht aus 5 langen Wagen, bietet also genügend Platz auch für kurzfristige Gäste - wie mich. Ganz in weinrot lackierte Wagen aus de 30igern und frühe 50igern werden von einer ebenso lackierten Diesellok gezogen. Western California Railroad nennt sich der Verein. Vom offenen Wagen aus kann ich - abwechselnd mit einem Fensterplatz im Sitzwagen - die Landschaft im schmalen Tal eines Seitenflüsschens genießen. Die Bahn schlängelt sich wechselweise auf beiden Ufern durchs Tal, manchmal hart an der Abrutschkante. Die Brücken bestehen aus sehr einfachen Stahl- oder Holzträgern mit aufgenageltem Schwellenrost. Vom Wagenfenster aus blickt man von den Brücken direkt in den Fluss. Nach 1 Stunde 20 Minuten wird die Lok am Endpunkt gedreht und umgespannt. Dann geht es genauso gemütlich wieder zurück. Aus den in den 30igern abgeschlagenen Redwood-Baumstümpfen wächst wieder ein Kranz junger Bäume, z.T. schon wieder beachtlich hoch.
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Mein Fahrrad ist repariert. Ich nutze die verbleibende Zeit noch zum Mailen in der örtlichen Bibliothek. Die frei gewährte Stunde ist fast etwas zu knapp. Auf dem Rückweg treffe ich einen Radfahrer mit urigem Mountain Bike und großem Gepäck, der seit dreieinhalb Jahren durch die USA reist und nun hier in Kalifornien wieder Arbeit sucht.
Den Abend verbringe ich - wie oft - am Strand, Tagebuch schreibend und meditierend.
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