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Am Morgen fühle ich mich schlecht: Wenn der Kopf ohne Kissen zu tief liegt, kommt mein Kreislauf durcheinander. Um 7:00 Uhr stehe ich auf, nutze die angenehm sauberen Toiletten und packe alles wieder zusammen - ich habe einfach zu viel dabei !
Um 8:30 Uhr ist alles wieder verstaut. Ohne Frühstück gehts los. Da der Gaskocher mangels Camping Gaz Kartusche nicht funktioniert, kann ich mir keinen heißem Tee - wie sonst - machen. Der Uferstraße 106 folge ich weiter bis zur Einmündung in die 101. Diese ist wieder stark befahren und steigt beständig. Ich bete, dass das Fahrrad mit dem Gepäck solche Anstiege verkraftet. Auf der Höhe finde ich durch Nachfragen den richtigen Abzweig nach Shelton. Der Ort ist sehr gepflegt und besitzt nur einstöckige Häuser. Die Geschäfte sind der Architektur der amerikanischen Erstbesiedlung nachempfunden. Alle Straßen sind von Bäumen gesäumt. Ich komme an mindestens 10 Kirchen verschiedener Konfessionen vorbei, in die oder aus denen gerade gut situierte Kirchgänger gehen.
Auf einer Bank vor dem - heute geschlossenen - Rathaus hole ich das Frühstück nach. Im Safeway konnte ich vorher Bananen, Marmelade und eine 2l-Flasche Orangenlimonade (nicht von der Cola Company) erwerben. Nach kurzem "Mittagsschlaf" geht es um 12:00 Uhr weiter nach Elna. Zu meiner Überraschung führt auch die Lonely Planet Route zuerst nach Elna. Dort soll es eine JH geben (mit 14 Betten !).
Der Anstieg auf der Cloquallum Road (nur 500 ft) kostet Kraft bei der Hitze. Oben mache ich in einem hölzernen Buswartehäuschen - mit Plastikvorhang gegen den Regen - noch mal Trinkpause. Von hier geht es über 20 Meilen fast nur sanft bergab. Ein letzter Anstieg führt auf ca. 300 ft.
Am Ortseingang und im Ort kann mir keiner sagen, wo die JH ist. Ein Polizist schließlich beschreibt den Weg: auf der Hauptstraße parallel zum Hwy 8 über 2 Meilen wieder zurück nach Osten, dann rechts. Ich bin überrascht, einen typisch amerikanischen Winkelbungalow mit riesigem Garten zu finden. Drei Zimmer vermietet der Besitzer weiter an die Hostelling International Company (14 $ pro Nacht). In einem schönen Sechsbettzimmer bin ich allein. Die Küche steht mir offen, sodass ich nun die gestern Abend nicht mehr zubereiteten Nudeln mit Sardinen koche. Ein Eisbergsalat fährt seit Freitag mit und ist immer noch knackig.
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