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Der Tag beginnt mit dem eher spartanischen JH-Frühstück, aber gutem heißem Kaffee. Ziel der heutigen Etappe soll Basel sein. Von meinen Zimmergenossen erhalte ich den Ratschlag, die Route auf der französischen Seite zu wählen. Sie ist einfach zu finden und durchgängig asphaltiert und führt immer parallel zum Rheindamm auf kürzestem Weg.
Also auf nach Frankreich, über die Europabrücke und gleich links ins Straßburger Hafengebiet. Ich finde zum Glück den richtigen Weg, Ausschilderungen fehlen völlig. Vorbei geht es an riesigen Lagern, einer interessanten Hafenbahn, LKW-Ladestationen bis sich die Hafenstraße in einem eher ländlichen Umfeld verliert. Die Richtung parallel zum Rhein führt weiter nach Süden
Die Straße ist gut, der Verkehr eher gering, aber die optischen Reize minimal. Das zehrt an der psychischen Kondition. erste Pause ist daher schon an der Rheinfähre. Die Sonne scheint, es ist warm. Ich nicke kurz ein. Aber das Ziel ist noch weit.
Nachteil dieser Strecke ist darüber hinaus, dass man über 100 km durch keine Ortschaft kommt. Ich brauche aber wieder Getränke, zweige also bei Neuf-Brisach ab, um, dort einzukaufen. Der Schöne Hauptplatz verleitet zum rasten. Das französische Brot verleitet zum Picknick. Schließlich ist der Nachmittag fortgeschritten. Basel würde ich erst in der Dunkelheit erreichen.
Das JH-Verzeichnis zeigt, dass Breisach auf der deutschen Seite eine JH besitzt. Also reduziere ich heute die Etappe und überquere den Rhein nach Breisach.
Die Stadt liegt wunderschön am Berghang zum Rhein hin. Ich finde auch die Jugendherberge am Rheinufer schnell. Dort erwartet mich allerdings die traurige Mitteilung, dass kein Platz mehr frei sei. Mit zwei drei Privatadressen im Gepäck muss ich also weiter sehen.
Im Ort hat gleich die erste ein Zimmer für mich frei. Fahrradparkplatz im Hof ist eine zusätzlicher Service für Radtouristen. Im Zimmer entpacke ich meine französischen Köstlichkeiten und diniere mit Rotwein, Pastete und Weißbrot königlich.
Die Abendrundfahrt führt mich auf den Schlossberg. Dort oben liegt die Altstadt zwischen Burg und Stadtkirche. In der Burg ist eine Freilichtbühne integriert, außerdem wird gerade renoviert, sodass nicht alle Bereiche zugänglich sind. Die Stadtkirche lädt zu einem Vorabendgottesdienst mit Passionsgeschichte ein. Morgen ist ja Palmsonntag.
Danach kehre ich in die Unterstadt zurück. Dort hat sich auf einem eigens dazu eingerichteten Parkplatz eine größere Gruppe von Wohnmobilfahrern eingefunden, die hier ihren Etappenstopp auf dem Weg in den Süden halten. Ich komme mit einigen ins Gespräch. Wir tauschen Erfahrungen über Campingplätze und Routen nach Südfrankreich aus.
Zurück in meinem Doppelzimmer, das ich allein bewohne, bin ich froh über die Abkürzung der heutigen Tagesetappe.
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