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23. Tag: Whitianga - Hahei Beach (20 km)
Di, 02.02.2016


Zunächst suche ich einen Bankautomaten von ANZ. Im Info-Point ("I-Site") erhalte ich einen Stadtplan. Er enthält auch die Walking Tracks ausgehend vom Ferry Landing und den Hinweis zum ATM bei ANZ. Leider spuckt de Automat nur $ 100 Cash aus, nicht $ 200 wie in Auckland, verlangt aber Trotzdem $ 3,00 Transaktionsgebühr.

Ich starte zur Ferry, die mich samt Fahrrad auf die Halbinsel östlich von Whitianga bringt. Nur Fußgänger und Fahrräder werden Transportiert. Das Return-Ticket für die 5-minütige Überfahrt kostet trotzdem $ 9,00. Am Ferry Terminal beginnt eine gut asphaltierte Straße, die die Halbinsel erschließt. Auch ein Shuttle Bus – für nochmal $ 10,00 pro Fahrt – beginnt hier.

Zuerst besuche ich den „Shakespeare Lookout“. Auf einer ca. 100 Meter hohen Klippe ist ein Erinnerungsstein an die erste Landung von „Kupe“ aus Polynesien gesetzt. In einem Kanu verbrachte er – mit seiner Familie – einen Monat, um im m Jahr 925 Neuseeland (Aotearoa = das Land der langen weißen Wolke) zu entdecken und zu besiedeln. Er gründet damit den Stamm der Maori, der Ureinwohner. Der Blick über den Buffalo Bay ist herrlich von hier oben.

Weiter geht’s zu „Cook’s Beach“. Der erste Engländer landete dort 400 Jahre später, nur 2 km neben Kupe. Er wollte eigentlich nur Wasser und Priviant holen. Der Ort ist heute eine endlose Ansammlung von Urlaubervillen. Oft ist das Boot bzw. die Garage für Boot und Trailer größer als das Haus. Dies entspricht der Vorliebe der Neuseeländer für „Fishing“. Überall werden Boote über die Straßen transportiert und ins Wasser gelassen bzw. wieder an Land geholt.

Der längere Weg folgt jetzt noch: 20 km zum „Hahei Beach“. Ständige Hügel kenne ich jetzt schon. Hahei ist ein reiner Touristenort mit vorbildlichem Sandstrand, der an beiden Seiten von Klippen begrenzt wird. Der touristische Höhepunkt ist aber „Cathedral Cove“ in 4 km Fußwegentfernung. Nur auf 1 km gibt’s noch eine Straße, dann beginnt ein 45-minütige Wanderung bis zum Ziel. Kolonnenweise strömen – vor allem jüngere – Leute in diese Richtung. Der Weg klettert 100 m hoch dann abwärts zur Bucht. Der Strand liegt idyllisch zwischen Felsnasen und vorgelagerten Felstürmen. Eine der begrenzenden Klippen ist vollständig durchhöhlt. Das Innengewölbe ist mindestens 20 m hoch. Durch diese Höhle erreicht man – bei Niedrigwasser – den Nachbarstrand. Mehrere Filmemacher nutzten diese Szenerie bereits für ihren Landschaftshintergrund.

Heute wimmelt es von Badenden und Kanufahrern am Strand. Außer zu Fuß oder mit dem Kanu kann man die Bucht auch mit einem „Water Taxi“ erreichen. Durch ein geschicktes Manöver des Bootsfahrers können die Fährgäste trotz Wellengang über eine nur 1,50 m lange Gangway direkt am Strand aus- und einsteigen – ohne Bootsanleger.

Den Rückweg mit dem Rad lege ich zusammen mit zwei jungen Deutschen zurück. Das motiviert zu einer zügigen Fahrt in nur einer Stunde bis zum Fähranleger. Nach nochmaligem Einkauf beim Four Square gibt es ein umfangreiches Abendessen.


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