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Die Wunde merke ich nur noch, wenn ich draufliege - also kann ich wieder nur auf der rechten Seite schlafen. Nach einem guten JH-Frühstück kommt nun der Test, ob ich wieder Radfahren kann. Es geht - mit reduzierter Belastung - die Wunde zieht noch ein wenig. Mit zunehmender Gewöhnung merke ich schließlich nichts mehr. Die Ausfahrt nach Torremolinos ist sechsspurig. Ich bleibe auf dieser Hauptstraße bis zur Ortsdurchfahrt. Torremolinos hat im Prinzip Großstadtcharakter mit Tausenden von Ferienwohnungen. Nach der Ortsausfahrt wird die Straße hügeliger bis Fuengirola - allmählich klappt auch diese Anstrengung wieder problemlos.
Nach der endlosen Strandpromende von Torreblanca und Fuengirola folgen 26 km Autobahn - ohne Seitenstreifen... Radfahrer sind offiziell erlaubt, weil es keine Alternativstraße gibt. Besonders spannend sind die Momente, wo sich zwei Lkws auf meiner Höhe überholen. Ich kenne das ja aus Argentinien. Der Verkehr ist hier natürlich wesentlich dichter.
In Marbella ist Mittagspause am Meeresufer. Inzwischen ist wieder heftiger Sturm aus Westen aufgekommen, der dunkle Wolken vor sich her treibt. Ich beschließe - auch zu meiner Schonung - nur noch die 11 km bis San Pedro zu fahren, wieder auf der Autobahn. San Pedro wareinmal ein Straßendorf an der Carretera ins Landesinnere. Inzwischen sind gigantische "urbanisaciones" ( = Baugebiete für Ferienapartments) hinzugekommen, jedes so groß wie das alte Dorf. Ich finde (mit Mühe) ein Zimmer für 3000 Ptas. Die Erkundungsfahrt mache ich mit dem Fahrrad, der Ort ist zu weitläufig. Beim Einkauf im "Dia" leiste ich mir eine FAZ, um mal wieder mitzukriegen, was in Deutschland los ist.
Nach dem Duschen ziehe ich die Klebekompresse von der Wunde ab. Es gibt keinen Blutfleck in der Kompresse. Zwei große Kreuzstiche zieren meine Hüfte. Es sieht gut aus.
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