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21. Tag: Alcuida (0 km)
Mi, 23.09.2015


Die zweite Hälfte meines vierzigtägigen Aufenthaltes in Mallorca beginnt. Es regnet, der Himmel ist wolkenverhangen, Besserung ist nicht in Sicht. Die geplante Radtour auf die Victoria Halbinsel muss daher entfallen.

Nachzuholen ist noch der Besuch im archäologische Museum, wo besondere Fundstücke aus der römischen Zeit in Pollentia ausgestellt sind. Es ist nur ein kleiner Raum. Erklärungen und Beschriftungen sind nur in katalanisch (mallorquinisch). Auf meine Rückfrage bemerkt die Aufsicht schnippisch, dass in Mallorca zwei Sprachen gelten. Ansonsten gibt es Flyer in allen Touristen-Sprachen.

Im Anschluss besteige ich die noch zur Hälfte erhaltene Stadtmauer. Teilweise ist auch der Weg auf der Mauerkrone möglich. Es regnet nur noch wenig, als ich zurück im Hotel bin. Nach der Mittagspause gibt es jedoch einen kräftigen Schauer, der mich zunächst im Zimmer festhält.

Es ist er Punkt erst ab 15:00 Uhr traue ich mich auf einen Rundweg (Tour 6) durch die nördlich von Alcudia liegenden Küstenvororte Barkares, Morer Vermell, Manresa und Mal Pas. Vor allem großvolumige Villen und zwei große Drei-Sterne-Hotels bestimmen das Bild. Die Uferzone ist oft nur Fels mit vorgelagerten Bootsanlegern. In Manresa gibt es eine kleine Bucht mit Wellen, die heute sogar die Wellenreiter beschäftigen. Zuletzt sah ich sie an der australischen Westküste.

Nur auf den ersten Teil regnet es so stark, dass mein Regencape nass wird. Danach bleibt es trocken aber dicht bewölkt. Von Mal Pas aus beginnen mehrere Wanderwege in die Berge, die ich in den zwei Tagen in der Jugendherberge nutzen kann.

Meine Versuche, in der Mittagspause heute in Arta ein Zimmer für Freitag und Samstag zu bekommen, sind dermaßen geschaltet, dass ich nun doch die gebuchten Tage in der Jugendherberge "Hostel la Victoria" wahrnehmen werde. Ich muss dann am Sonntag aber bis Cala Rajada durchfahren. Dort gibt's dann Sonntag und Montag ein Zimmer mit Halbpension für 97 Euro (!!) pro Nacht. Am Montag kann ich die 10 Kilometer zurück nach Arta fahren um die Stadtbesichtigung nachzuholen.

Der Abend verläuft ruhig mit Essen kochen, Abendessen und im Liegestuhl auf der Dachterrasse den Wolken und den Gedanken nachzuhängen, bis der Angriff der Schnaken beginnt.


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