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12. Tag: Soller - Torre Picada - Port Soller - Soller (zu Fuß) (12 km)
Mo, 14.09.2015


Noch ein Wandertag, weil das Wetter so schön ist: Auf der Ostseite des Tales gibt es einen Pfad über den Bergrücken (ca. 100 Höhenmeter) zur Altstadt von Port de Soller. Ich wähle die längere Route hinab von der Höhe auf der Fahrstraße. Die Rückseite der Klippen bildet hier den Rand des Tales. Rings herum sind die Berge bis zu 1000 m hoch.

In Port de Soller komme ich am Kreisel an, wo der Umgehungstunnel endet und die Busse abfahren. Sehr häufig gibt es Verbindungen über Soller nach Palma. Die direkte Route dauert kaum länger als eine halbe Stunde.

Durch die Geschäftsstraßen schlendere ich zum Museo del Mar auf der Klippe zur Hafeneinfahrt. Es ist zwar geschlossen, der Sitzplatz davor bietet aber eine großartige Weitsicht aufs Meer nach Westen. Dort liegt das spanische Festland, aber unterhalb des Horizonts. Reger Schiffsverkehr ist zu beobachten. Täglich verbindet eine Fähre die Insel (Palma) mit dem Festland. Manches Auto mit deutschem oder englischem Kennzeichen bestätigt die Nutzung dieser Verbindung.

Von den Gassen der Altstadt geht’s über die Carrer Belgica steil aufwärts zu den großen Hotels auf der Klippe und zum Festungsturm Torre Picada über dem Meer. Nur mit Intuition findet man den Weg dorthin. Die Anlage ist leider nicht zugänglich. Dennoch erlaubt der Platz eine atemberaubende Fernsicht über die Klippenküste nach Süden und nach Norden. Hier fällt der Fels fast 200 m senkrecht ins Meer - ohne Absicherung für Wanderer.

Der lange Rückweg führt zunächst entlang am glamourösen Hotel-Ressort "Jeremeiah". Auf der Landseite gleicht es einer Burg mit bis zu 10 m hohen Natursteinmauern. Auf der Meerseite schweben die Gebäude direkt auf dem Klippenrand. Im Ort finde ich den Rückweg nach Soller erst im dritten Anlauf. In etwa einer Stunde bin ich dann wieder am Ortsrand von Soller.


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