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1. Tag: Böhl-Iggelheim - Palma (Flug + 12 km)
Do, 03.09.2015


Alle Utensilien müssen wieder im großen Rucksack verstaut werden - auch die Fahrradwerkzeuge und die Seitentaschen. Alle Utensilien müssen wieder im großen Rucksack verstaut werden - auch die Kocheinrichtung, die Fahrradwerkzeuge und -seitentaschen. Das gelingt erst beim zweiten Versuch. Der Fahrradhelm und etwas Proviant findet Platz im Bordrucksack.

Auf dem Weg zum Bahnhof Böhl liegt der Jetzt 18.5 kg schwere Rucksack quer auf den Gepäckträger des Fahrrades. Die Fahrkarte zum Flughafen kostet inzwischen 20.70 Euro + 5 Euro für die Fahrradkarte. In Mannheim ist das Umsteigen mit dem Rad relativ leicht über die Rolltreppen. Im Frankfurt Niederad muss das Fahrradsenkrecht im zu kleinen Aufzug stehen, um den Bahnsteig zu wechseln. Angenehm ist die Fahrt im Doppelstockwagen von Mannheim nach Frankfurt.

Am Check-in der Condor bin ich sehr früh - drei Stunden vor Abflug. Natürlich wird wieder bemängelt, dass das Fahrrad nicht "properly packed" ist. Die um das Rad geklebte Plastikfolie nutzt wenig. Nach meiner Unterschrift, dass ich auf Haftungsansprüche bei Beschädigung verzichte wird das Rad trotzdem mitgenommen.

Trotz Buchung bei Condor fliegt heute ein A 320 von "Adria". Die 180 Sitze sind extrem dicht gepackt, das Personal kann kein Deutsch, der Kapitän bestätigt vor dem Flug, dass das Flugzeug nach EU-Richtlinien gewartet wird. Der Einstieg erfolgt per Bus und Treppe auf dem Wartefeld.

Da ich einen Fensterplatz bekommen habe, beobachte ich die Flugroute. Sie folgt beginnend auf der Startbahn West beim Steigflug dem Rheingraben, dann nach der bewölkten Alpenüberquerung der Provence und trifft über Marseille auf das Mittelmeer. Kurz darauf beginnt bereits der Sinkflug.

Wir landen sanft mit 30 Minuten Verspätung, weil der Weg des Fliegers zur Startbahn bereits 30 Minuten gedauert hat. Mein Rad erscheint am Sportgepäckband, der Rucksack gut 500 m entfernt auf dem Gepäckband. In Palma gibt es 25 parallele Gepäckbänder in der riesigen Ankunftshalle !

Nach dem Auspacken und Zusammenbau des Rades (Pedale und Lenker) ist es draußen bereits stockdunkel. Ich finde - startend am Taxistand - die Zufahrt zu einem Radweg dank anfänglicher Beschilderung. Der Radweg hält aber nicht lange, dann verliert sich die Straße im nächtlichen Gewirr der Gewerbegebiete (Carrefour, Müller, Ikea, Aldi, Lidl). Nur durch mehrfaches Fragen finde ich den durchgehenden Küstenradweg. Das nächtliche Palma begrüßt mich mit der beleuchteten Kathedrale und einem im Hafen ankernden Kreuzfahrtschiff.

An der Flaniermeile verlasse ich zum richtigen Zeitpunkt den Uferweg und schiebe das Rad in die Altstadt. Zum Glück ist das Hostal Pons hier ausgeschildert. Erst um 22:00 Uhr erreiche ich das in der Altstadtbebauung integrierte Haus. Die vorausgebuchte Unterkunft ist ein schmales Einbettzimmer mit großem Fenster zum Innenhof.

Nach dem Abstellen des Gepäcks geht’s noch auf eine kurze Erkundungstour in Richtung Kathedrale. Die Straßen und Restaurants sind noch sehr belebt.
Zurück im Hostal finde ich Dusche und Freiluftliegen auf der Dachterrasse. In der leichten Brise der allmählich abkühlenden Luft lässt es sich hier im Freien gut einschlafen. Erst um 3:00 Uhr kehre ich in mein Bett im Zimmer zurück.


 

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