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31. Tag: Nimes - Orange (60 km)
Sa, 08.09.2018


Bevor ich Nimes verlasse, drehe ich noch eine Runde durch die Altstadt - zum Nike-Tempel und zur römischen Arena . Im Morgenlicht wirkt sie besonders imposant. Ich brauche viel Intuition, um aus Nimes heraus die richtige Ausfahrt zum Pont du Gard zu finden (D6086). Sie ist anfangs vierspurig, führt lange durch Gewerbegebiete. Sie steigt langsam aber anstrengend bergan (84 m), um dann rapide ins Gard-Tal zu sinken. Die alte Hängebrücke über den Gard ist abgebaut – eine neue Spannbetonbrücke ersetzt sie. Den Umweg zum römischen Viadukt erspare ich mir. Ich möchte früh in Orange sein, um in der Tourist-Info noch eine Unterkunft zu finden.

Die Steigungen des nächsten Abschnitts auf der N10 in Richtung Avignon auf 152 m lassen sich nur mit Schieben bewältigen. Oben gibt’s einen wunderschönen Blick über die geliebte Provence mit dem Mont Ventoux im Hintergrund. Über Rochefort-du-Gard (D976) erreiche ich Tavel, das „Weltzentrum des Rotweins“. Dort lege ich die Mittagspause ein in einem kleinen Park. Es ist erst 13:00 Uhr – trotzdem plagen mich bereits kleine aggressive Stechmücken.

Der restliche Weg nach Orange ist total flach. Um 15:00 Uhr bin ich bereits am Touristenzentrum. Etwas hilflos sucht der junge Mann im offiziellen Unterkunftsverzeichnis, findet aber kein Ergebnis unter 50 Euro. Ich starte mein Tablett – es gibt einen „Besucherzugang“ zum Netz – und buche im „Premier Classe Orange“ für 47 Euro. Das ist ein weiteres dieser „Container-Hotels“ – mit technisch gut ausgestatteten Zimmern ohne besonderen Service. Es ist nur 800 m vom Zentrum entfernt, liegt aber direkt an der Autobahnabfahrt.

Den Nachmittag verbringe ich in der Stadt. Beeindruckend sind vor allem die gut erhaltenen römischen Triumphbögen und das riesige Theater. Dabei fällt mir ein, dass ein Punkt auf meiner To-Do-Liste ein Opernbesuch im Theater Orange ist.


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