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20. Tag: Ancenis - Nantes (40 km)
Di, 28.08.2018


Der Tag beginnt bedeckt und kühl. Delphin liefert für mich ein erweitertes Frühstück mit Spiegelei und Wurstplatte. Gestärkt starte ich wieder auf der D751. Sie steigt zweimal kräftig nach Champtoceau – ein charmantes Örtchen, das Schloss ist leider Privatbesitz – und nach La Varenne. Hier geht die D751 in die schnelle Dammstraße über – für LKW über 8t gesperrt. Der ständige Blick auf die Loire begleitet die Fahrt – inzwischen ist sie teilweise schiffbar. Gestern schon lag ein flaches Flusskreuzfahrtschiff in Ancenis vor Anker. Die Weiterfahrt flussaufwärts wurde allerdings mit Reisebussen organisiert.

In Nantes zweige ich an der Brücke mit Straßenbahn nach rechts in die Innenstadt ab. Die Radfahrer besitzen hier einen hohen Stellenwert, werden von den Autofahrern respektiert. Es gibt einen durchgehenden Radweg über die Hauptverkehrsachse, teilweise in der Mitte (!) zwischen den Fahrspuren. Das Abzweigen geschieht ungeregelt nach „Gefühl“ und gegenseitiger Rücksichtnahme (= Shared Space)

Erst nach der Mittagspause (14:00 Uhr) kann ich im Hotel “Longchamp“ in der Vorstadt gleichen Namens Einchecken. Danach geht es nach kurzer Pause wieder mit dem Rad in die Innenstadt. Ich lande zuerst am Bahnhof. Dort bringe ich die Auslandsbetreuerin fast zur Verzweiflung bei der Suche nach einem Zug (mit Fahrradbeförderung) von Nantes nach Deutschland. Immerhin gibt es eine Lösung über Nevers – Dijon – Besancon. Von da weiß sie auch nicht weiter – sind es mit dem Rad aber nur noch 3 Tagesreisen nach Deutschland.

Weitere Highlights sind die Burg bzw. das darin eingebaute Schloss des bretonischen Königs und die Kathedrale. Zuletzt führt ein Abstecher noch zur „Isle de Nantes“, dem ehemaligen Hochseehafen mit Werften – heute alles Industriebrache. Langsam erst beginnt die Umgestaltung. Bis Nantes reicht übrigens schon der Gezeitenwechsel mit Ebbe und Flut.


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