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Ich schlafe früh und gut bis 06:00 Uhr morgens. Zuerst verfolge ich den Gedanken das übernächste Hotel in Tours schon heute zu buchen. Ich wähle wieder ein kleines Zweisternehotel direkt im Zentrum. Nach dem Frühstück und Beladen des Rades geht’s kurz nach 09:00 Uhr los.
Die D951 startet direkt am anderen, linken Loire-Ufer. Sie ist verkehrsarm und wird mich bis Blois begleiten. Die ersten 30 km sind in zwei Stunden geschafft – Pause daher auf dem Dorfplatz von St. Laurent-Nouan (Partnerstadt von Winnweiler). Die Sonne brennt mir heiß auf Gesicht und Arme beim kurzen Schlaf auf der Picknickbank. In Nouan-sur-Loire zweige ich schräg nach links zum Parc de Chambord ab. Fast autofrei durchfahre ich den Privatwald bis plötzlich am Kreisel links das sagenhafte Schloss auftaucht. Ich darf den hier beginnenden Parkweg mit dem Rad nutzen und nähere mich langsam dem gigantischen Bau. Vor Ort fahren viele mit Leihfahrrädern im Park. Ich schließe mich an, werfe einen kurzen Blick in die Allee hinterm Schloss – das Gebäude ist auf dieser Seite wegen Renovierungsarbeiten zugehängt.
Der weitere Weg wird etwas länger als vorgesehen wegen unklarer Beschilderung. Diese leitet mich zuerst wieder zurück ans Loire-Ufer. Dort verläuft die jetzt sehr schmale D951 auf der Dammkrone. Zwei Autofahrer verweisen mich auf den unterhalb verlaufenden Loire-Radweg mit den Kurven und unnötigen Steigungen eines Freizeitweges.
Durch Befragen eines entgegenkommenden Radlers finde ich eine für Radfahrer zugelassene Straße nach St-Gervais-le-Foret zum etwas abgelegenen Hotel im Gewerbegebiet von Blois. Den Abend gestalte ich mit einer Rundtour durch das 3 km entfernte Städtchen mit vielen Steigungen. Blois liegt auf mehreren Hügeln am Rande eines Seitentals der Loire. Das macht den besonderen Reiz der Stadtanlage aus. Es gibt zwei große Kirchen, ein stattliches Schloss und eine sehenswerte Altstadt.
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