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Ich bewege mich weiter in Richtung Westen. Mich von der traumhaften Ferienwohnung in Troyes zu lösen, fällt schwer. Leider konnte ich gestern den Zugang zum WiFi nicht einrichten – außerdem scheint das Guthaben meines Handys verbraucht zu sein – über acht Stunden wird als ausgehende Gesprächsdauer angezeigt. Ich muss irgendwann den Auflegeknopf vergessen haben. Ich kann jetzt nur noch angerufen werden.
Den ganzen Tag über bewege ich mich auf der D660, der ehemaligen N60. Der Verkehr hält sich in Grenzen bis auf den Autobahnvermeidungsverkehr einiger polnischer und portugiesischer Lastwagen. Die Fahrbahn ist so schmal, so dass mancher LKW vor dem Überholen hinter mir bremsen muss.
In Sens wende ich mich an das Informationsbüro. Die Dame legt mir einen Katalog mit Hotels vor. Das einzige mit Zimmern unter 50 Euro ist im Sommer geschlossen ! Ein Zimmer auf einem abgelegenen Bauernhof ist nicht erreichbar, so lande ich imF1 (Formule 1). Der Standard ist weit abgeschlagen: Dusche und WC auf dem Gang, keine Handtücher. Für 38 Euro könnten aber bis zu drei Personen übernachten.
Die kurze Stadtrundfahrt beeindruckt vor allem durch die gigantische gotische Kathedrale – viel zu groß für die kleine Stadt.
Beim Weg zur Dusche funktioniert das Code-Schloss an der Tür nicht mehr. Ich muss daher während des Duschens die Zimmertür offen lassen. Der Duschabfluss staut zurück – alles sehr unerfreulich.
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