[ vorhergehender Tag] [Übersicht] [nachfolgender Tag]


78. Tag: Bahia Blanca - Ing. White
Di, 30.1.2001


Die Tagestour führt zuerst zum Touristenbüro (im Museum für zeitgenössische argentinische Maler) und weiter zum Hafengelände. Dort liegt die eigentliche Bedeutung der Stadt: Ölprodukte und Getreide werden dort verladen. Mancher alte Kai liegt aber brach, funktionslos gewordene Frachter rosten vor sich hin. Angler nutzen dieses Gelände. An vielen Stellen wird jedoch vor giftigem Schlick gewarnt.

Auf dem Rückweg folge ich der Hafenbahn: Eine große Zahl von Getreidezügen wird umgeschlagen. Der Güterbeeich der Bahn ist noch voll in Funktion. Im alten Hafenbahnhof ist jetzt das Museum untergebracht. Eine stolze 2-C-1-Schnellzuglok ist zur Spielplatzlok degradiert. Ich folge einer alten Pflastersteinallee zurück zur Stadt. Sie erinnert mich an Pommern, schützt vor dem heftigen Wind und der Sonne.

Auf dem Weg zum Nobelviertel der Stadt finde ich ein Modellbahngeschäft. Der Inhaber gibt eine eigene Modellbauzeitschrift heraus. Der Schwerpunkt seines Angebots liegt aber - wie bei vielen Museen in Argentinien auch - auf dem Militärsektor. Modellbahn ist eine Randerscheinung. Ich nehme zwei Adressen in B.A. mit - echte Modellbahngeschäfte.

Am Ende des Viertels schließt - etwas außerhalb - ein Einkaufszentrum an. Der COOP-Supermarkt leidet nicht gerade an Überfüllung. Das Großkino wirbt um Kunden, indem es für 4.90 $ jeweils noch einen Gutschein für ein Menue in den angrenzenden Imbissketten verschenkt. Das McDonalds-Menue kostet allein 4.50 $. Sonst kostet der Eintritt auch nur 3 $ für jeden Film.


[ vorhergehender Tag] [Übersicht] [nachfolgender Tag]