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Die Rückreise nach Deutschland


Nun von zu Hause noch ein letzter, abschließender Abschnitt meiner Reiseberichte:
In den letzten 3 Tagen in B.A. besuche ich noch Ecken der "Capital Federal", die ich bisher noch nicht kenne.

Am So regnet es morgens: die Feria in San Telmo leidet heftig darunter, Tango findet heute nicht statt.
Nachmittags ein Ausflug mit der S-Bahn nach La Plata, dem Regierungssitz der Provinz Buenos Aires. Man wollte unabhängig von der Bundeshauptstadt eine eigene großzügig angelegte Hauptstadt vom Reißbrett entwickeln. So entstanden prunkvolle Regierungsgebäude von namhaften europäischen Architekten und eine gigantische neugotische Kathedrale, die an den Kölner Dom erinnert.
Außerhalb wurde ein Park für Kinder angelegt, der europäische Architektur im kindgerechten Maßstab nachempfindet. Vorbilder aus Venedig, Konstantinopel, London, Oslo,...standen Pate. Die Türen sind verkleinert. In einem fiktiven Regierungssitz gibt es Sitzungssäle mit verkleinerten Möbeln für Kinder, geeignet für Rollenspiele. Das alles wurde vor 50 Jahren von Eva Perron initiiert. Heute steht vieles leer, dafür sind die üblichen Fahrgeschäfte und eine Cart-Bahn ergänzt.

Am Mo nochmals eine Radrundfahrt durch die Stadt, um Punkte anzufahren, die ich bisher nicht erreicht hatte, die alten Markthallen (heute ein modernes Einmkaufszentrum, den Regionalflughafen an der Küstenstraße. Nur 20 m vom Rollfeld kann man dem dichten Flugverkehr beobachten. Die einzige Landebahn wird im Minutentakt abwechselnd von landenden und startenden Flugzeugen genutzt, eine Flugdichte, die bei uns aus Sicherheitsgründen kaum möglich wäre.
Das angrenzende Flugzeugmuseum zeigt fast nur Militärflugzeuge, intessanterweise fast alle aus England...

Am letzten Tag starte ich noch zu einer Straßenbahnerkundung: In einem Außenbezirk verlängert sie die Metro zu einer Betonplattensiedlung, wie man sie sonst nur in Ost-Berlin antrifft. Die Elektrotechnik stammt von Siemens, der biedere Wagen (mit sehr hoher Einstiegsstufe) stammt aus der "Industria Argentina". Die Strecke ist zum Teil aufwendig neu trassiert zwischen vierspurigen Straßen, bleibt aber Inselbetrieb, weil alle anderen Straßenbahnlinien längst stillgelegt wurden.

Der Flughafenbus von "Manuel Tienda Leon" bringt mich und das Rad am Abend wieder (für 14$) nach Ezeiza, nachdem ich in der JH nochmals geduscht habe. Erstaunlicherweise wird beim Einchecken das Fahrrad diesmal nicht gesondert berechnet.

Der 12-Stunden-Flug nach Madrid ist etwas anstrengend, da in der Enge des AirBus nicht an Schlaf zu denken ist. Umsteigen in Madrid und Landung in Ffm klappen reibungslos. Hanne holt mich vom Flughafen ab, sodass ich abequem und schnell gegen 22.00 Uhr wieder zuhause bin.


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