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Einen platten Hinterradreifen zu wechseln, sollte kein Problem sein - manchmal dauert es
aber 4 Stunden ! Nach dem Frühstück bleibe ich in der großzügig dimensionierten Wohnung zur
anstehenden Reparatur. Das Hinterrad ausbauen und den Schlauch entnehmen, geht schnell.
Die Ursasche für die Undichtigkeit lässt sich nur im Wasserbad finden. Längs der Felgenkante
innen ist der Schlauch über 20 cm perforiert - an einer Stelle tröpfelt Luft heraus. Ursache
ist - mal wieder - das verrutschte Felgenband, trotz Kleberückseite. Ich versuche die
freien Stellen der Felge mit Paketklebeband abzudecken. Die überschüssige Breite muss danach
an der Felgenaußenseite abgeschnitten werden.
Dann könnte ich den Schlauch flicken und weiter verwenden. Es gibt zwei - bereits angebrochene -
Flick-Sets. Bei beiden ist die Klebeflüssigkeit durch mehrmonatige Radtouren strapaziert.
Den Rest einer französischen Tube verwende ich zuerst. Er ist schon gummiartig, fließt
nicht mehr. Der aufgebrachte Flicken klebt aber. Ich baue den reparierten Schlauch wieder ein,
pumpe ihn auf, um nach 10 Minuten festzustellen, dass die Luft jetzt schneller abgeht als
vor er Reparatur.
Also wird der Schlauch wieder ausgebaut - ein angebrochener englischer Kleber macht einen
besseren Eindruck. Der Flicken haftet jetzt gut. Der Schlauch wird eingebaut, aufgepumpt.
Nach 10 Minuten ist der Druck wieder gesunken. Ich fluche leise und verwende nun beim
dritten Mal doch einen neuen Schlauch. Der hält die Luft ! Der Dichtigkeitstest beim
reparierten Schlauch ergibt im nachhinein, dass er doch dicht war - nur das Ventil war nicht
fest genug aufgeschraubt.
Das bereits vorbereitete Picknick nehme ich nun doch noch mit auf die - verspätete - Tour nach Kouklia, zu einer großflächigen Ausgrabung des Aphrodite-Heiligtums aus der Frühzeit. Um 15:00 Uhr bin ich dort. Es gibt wenige Gebäudereste, nur Grundmauern zu sehen. Im kleinen Museum wird über die hochstehende zypriotische Kultur noch vor den Griechen und Römern berichtet - bis hin zu einer eigenen Schrift und Sprache. Die Schrift ist bis heute nicht entziffert. Um 16:00 Uhr muss ich schon wieder raus, da die Anlage ungewöhnlich früh schließt. Alle anderen Ausgrabungen haben jetzt im Sommer (ab 01. Juni) bis 19:30 Uhr geöffnet.
Vor der kleinen Dorfkirche hole ich verspätet das Mittags-Picknick nach. Alle Tavernen des Ortes bestücken die Dorfkreuzung mit Tischen und Stühlen für ein größeres Fest am Abend. Dazu wird der ganze Platz für den Autoverkehr gesperrt.
Die Rückfahrt verläuft trotz Gegenwind überraschend schnell. Radfahren mit festem Rhythmus hat mir schon auf der Baltikum-Tour geholfen, über weite Strecken ohne Anstrengung voran zu kommen.
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