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Tatsächlich klingelt bereits um 4:00 Uhr bei den ersten der Wecker. Die Zelte sind taufeucht - es nieselt. Nach dem Zusammenrollen im feuchten Sand klebt ein grausamer Schmutz an den Zelten. Um 5:30 Uhr stehen alle beim Frühstück, um 6:00 Uhr starten wir.
Zunächst ist auf der Fahrt nach Süden in Richtung Malalane nochmals ein Game Drive geplant. Auf 58 km Dirt Road passiert zunächst nichts Besonderes. Dann erblicken wir zwischen den Büschen am Straßenrand gleich drei Geparden. Da es insgesamt kaum mehr als nur 200 davon auf den 20.000 Quadratkilometern des Krüger Parks gibt, ist dies ein mehr als unwahrscheinliches Ereignis.
Jetzt beginnt der abenteuerliche Teil der Weiterfahrt. An einer Furt über den breiten Hauptfluss hat die Flut der letzten Woche die Fahrbahn weggerissen. Wir folgen der sehr schmalen Uferstraße flussabwärts. Bei jedem Seitenfluss gibt es eine wasserüberströmte Furt. Beim letzten Seitenfluss ist ein kleiner Mietwagen im angespülten Sand des Ufers stecke geblieben und versperrt die Weiterfahrt. Der Guide zieht mit unserem Truck den Wagen wieder zurück auf die Betonfahrbahn in der Furt, so dass er ans Ausgangsufer zurücksetzen kann. Dann nehmen wir Anlauf und der Safari Truck wühlt sich durch den hohen Sand zum anderen Ufer. Später erfahren wir, dass ein entgegen kommender Mercedes ebenfalls im Sandufer stecken geblieben ist.
Nachdem der Krüger Park nun endgültig verlassen ist, übertreten wir - nach einem kurzen Einkaufsstop in Malalane die Grenze zum Königreich Swasiland. Ein völlig anderes Afrika begegnet uns hier. Die Menschen leben in einfachen Häusern inmitten eines kleinen Feldes, das der Selbstversorgung dient. Im Gegenzug sind Townships entbehrlich. Die einfachen Häuser sind nicht aus Wellblech gebaut sondern traditionell aus einem Holzgeflecht und Lehm. Es gibt noch sehr viele Rundhütten. Einkaufsmöglichkeiten sind kleine und sehr kleine Geschäfte entlang der Wege. Viele Wege sind Fußpfade über die zahlreichen Hügel. Das erinnert an die Bilder, die ich aus Ruanda kenne.
Unser Ziel ist der Malotoja National Park auf 1900 m Höhe. Wir übernachten jeweils zu viert in einem Ferienhäuschen mit eigener Küche und Bad. Noch am Abend gibts eine kurze Wanderung zu den Malotoja Falls. Die bergig grüne Landschaft erinnert ans schottische Hochland. Auch die dichte Bewölkung passt dazu. Am Abend wechselt das Wetter erst zu feinem Niesel, dann zu dichtem Regen.
Wir freuen uns über das gemeinsame Abendessen am Küchentisch. Es gibt Lammkeule mit Butternut-Kürbis und Kartoffeln. Unser Guide ist nämlich nebenbei noch ein ausgezeichneter Koch !
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