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3. Tag: Porto Torres - Alghero - Fertilia - Capo Caccia (70 km)
So, 20.03.2005


Die Route

Pünktlich um 7:00 Uhr legt das Schiff in Port Torres an. Das Autodeck ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Gegen 7:30 Uhr können auch die Radfahrer raus. Ein kalter, sonniger Morgen begrüßt mich - also keine trübe Bewölkung wie in Genova. Schnell verlasse ich die ausgedehnten Industrie-Areale und radle über eine ländliche Nebenstraße nach Alghero. Schafherden nutzen das frische Grün. Am Wegesrand wachsen bereits frische Gräser, die Blumen sind kurz vorm Aufblühen. Die Vegetation ähnelt der von Rhodos im Frühling.

Problemlos erreiche ich gegen 9:30 Uhr die Altstadt von Alghero - gerade rechtzeitig, um die Sontagsmesse im Dom mitzuerleben. Ein junger Priester hält einen ausgesprochen kinderfreundlichen Palmsonntagsgottesdienst. Selbst die lange Passionsgeschichte wird kinderfreundlich gekürzt.

Auf der Suche nach der Jugendherberge fahre ich zuerst zum Touristenbüro - sonntags geschlossen ! Ein freundlicher Herr fragt, ob ich Hilfe brauche - kennt die JH im Nachbarort Fertilia. Dann will er mir allerdings ein eigenes Zimmer für 20 Euro vermitteln. Ich lehne dankend ab.

Die JH in Fertilia ist gut ausgeschildert. Sie befindet sich in drei Häusern in einem Neubaugebiet. Noch vor 12:00 Uhr erreiche ich die Anmeldung, kann mein Bett bezahlen und geniesse auf der Terrasse ein verspätetes Frühstück.

Der Nachmitag lockt zu einer Tour zum Capo Caccia und zur Grotta Nettuno. Eine wunderschöne Küstenstraße - mittags wenig befahren - führt zum Einstieg zur Höhle. Als ich ankomme, ist es 14:05 Uhr - die letzte Führung begann um 14:00 Uhr ! Pech gehabt ! Ich genieße stattdessen den noch in Fertilia besorgten Proviant. Dann radle ich zum Panorama-Parkplatz zurück. Von dort kann ich an der Steilküste entlang wandern - zwischen den Macchia-Büschen. Immer wieder öffnet sich ein atembereaubendes Panorama über die Kalksteinfelsen.

Der Rückweg geht wesentlich schneller. Gegen 18:00 Uhr kann ich mein Zimmer beziehen. In einer der Neubauvillen sind 8 große Zimmer mit Dusche und WC eingebaut, in denen jeweils 8 Betten stehen. Der Schlafraum erinnert an ein Lazarett. Gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang über dem Cap - mit Gegenblick auf Alghero - finde ich den felsigen Badestrand von Fertilia. Dort ist Zeit zum Tagebuch Schreiben.

Abends lerne ich noch einen Engländer kennen, der für 4 Tage - Ryan Air sei Dank - mit seiner Tochter nach Alghero geflogen ist, und nun nicht recht weiß, wie er von hier aus Sardinien kennenlernen kann : Am besten mit einem Mietfahrrad.

Das Abendessen koche ich erstmals selbst: Nudeln in Bouillon mit Wurst- und Käseresten..

Von Porto Torres nach Alghero

Ausflug zum Capo Caccia


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