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Bei der Weiterfahrt spüre ich zunehmend Schmerzen an meiner Sitzfläche. Mit viel Selbstüberlistung und dem Traum von dem glücklichen Moment, wenn ich am Dienstag in Ararat den klimatisierten Schnelltriebwagen nach Melbourne besteige, gelingt der Kampf gegen den andauernden Wind. Zwischendurch bringt der Tooan State Park mit seinen eindrucksvollen Felsen etwas Abwechslung. Nach kurzer Pause in Natimuk (auf seiner richtigen Bank) geht es weiter nach Horsham. Ein schwarzer Gewitterhimmel zieht mir entgegen. Ich kämpfe gegen Wind und erste Regentropfen. Um die Regenplane über mein Gepäck zu ziehen, such ich den Schutz eines Bushäuschens. Nur kurz prasseln schwere Tropfen auf das Dach, dann ist das Gewitter weiter gezogen. Wie durch ein Wunder hat sich außerdem der Wind gelegt. Nur die nasse Straße zeugt noch vom Gewitterregen. In Horsham hat es wohl kräftig geschüttet. Ich komme schneller voran, als erwartet, muss aber die vielen Pfützen umfahren, um mich vor unnötigen Spritzwasser zu bewahren.
Gleich am Ortseingang von Horsham begrüßt mich ein Safeway: Welch ein Kontrast! Nach zwei Tagen ohne Infrastruktur nun ein solcher Konsumtempel! Mit viel Saft und Obst mache ich mich auf zum Caravan Park am Wimmera Park River. Der komplett computerisiert und verlangt 20 $ für einen wiesenlosen Dreckplatz, der nach dem Regen eine richtige Sauerei auslöst. Alle steht im Matsch! Als Entschädigung gibt es eine wunderschöne Camperküche mit Kühlschrank, Herd, Toaster, Wasserkocher und TV. So kann ich mich von den Strapazen des heutigen Tages erholen.
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