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Die noch verbleibende Strecke nach Bordertown (175 km) möchte ich in zwei Etappen zurücklegen. Die erste Etappe folgt komplett der A 8 bis Tintinara. Laut Landkarte soll es dort einen Campingplatz geben. Es ist angenehm kühl heute Morgen, aber der Wind bläst mir zunehmend entgegen. Die Trucks beginnen zu nerven: Auf der durchgehend zweispurigen Straße bläst mich auch der Luftstoß des Gegenverkehrs fast vom Rad. Da der asphaltierte Seitenstreifen sehr rau und bisweilen mit Steinen oder Abfall besät ist, fahre ich meist doch am linken Fahrbahnrand. Wo es geht, überholen die Trucks großzügig, manchmal hupen sie vorher, dann muss ich weg von der Fahrbahn, weil ihnen der Gegenverkehr ein Ausweichen unmöglich macht.
Die Landschaft ist nun weitgehend flach und sehr karg. Die Trockenheit hat an einigen Stellen selbst das Gras zum Verschwinden gebracht, eine Steinwüste oder Sanddünen bleiben. Nur Schafe finden hier noch ihr Auskommen.
In Tintinara finde ich im Innenhof eines Motels neben dem Barbecue einen kleinen Zeltplatz für 8 $. Es gibt einen kleinen, aber schönen Duschraum. Nachts dröhnen Trucks und Güterzüge durch den Ort. Das Schlafen fällt da nicht leicht.
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