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Einen Tag habe ich noch Zeit in Adelaide. Die Wäsche aus dem Outback muss ich waschen, einkaufen für die nächsten Tage, meinen Reisebericht mailen. Danach besuche ich nochmals die Museen der Stadt: Die South Australia State Gallery mit Bildern aus Europa und aus Australien. Ein ganzes Zimmer ist den Präraffaeliten gewidmet. Um 17.45 Uhr komme ich gerade rechtzeitig in die katholische Kathedrale - auch wieder Sitz eines Erzbischofs. Der Priester predigt über St. Agatha, die Heilige aus Sizilien. Sie widerstand der Versuchung der Korruption und der Gewalt.
Am Abend folge ich der einzigen Straßenbahnlinie der Stadt, nach Glenelg. Es ist wieder eine moderne Siemens-Bahn. Im Nachbarort verliere ich jedoch die Straßenbahnlinie. Der Ort selbst lohnt aber auch einen Besuch: wunderschöne viktorianische Häuschen in der Geschäftsstraße, eine waschechte Bauhausvilla im Villenviertel.
Beim Abendessen lerne ich einen jungen Müller aus Stuttgart kennen. Nur in Deutschland und in der Schweiz ist das ein Ausbildungsberuf. Zur Ausbildung der Mühlenarbeiter in Australien müssen deutsche Müllermeister eingeflogen werden. Er gönnt sich ein Weltreisejahr vor Beginn seiner Meisterschule. In seiner letzten Firma war er aber schon als Produktionsleiter eingesetzt - mit 22 Jahren.
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