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Um 9 Uhr bin ich an der kleinen Fähre nach Cronulla. Sie erinnert an die Boote in Venedig, nimmt aber problemlos das vollbepackte Rad mit (5 $ + 2,50 $). In Cronulla beginnt sich der Einfluss Sydneys bemerkbar zu machen: S-Bahn und teure Geschäfte. Zuerst fahre ich in Richtung Captain Cook's Landing Place. Hier sehen die Australier die Geburtsstelle ihres Landes, weil hier der erste Engländer australischen Boden betreten hat, nicht ohne gleich Konflikte mit den Aborigines auszulösen.
Der Weg folgt nun der Uferstraße am Botany Bay. Faszinierend ist, wie die Skyline von Sydney Downtown näher kommt. Aber auch der Flughafen kommt immer näher. Die Schnellstraße führt durch einen Tunnel unter den Landebahnen hindurch, die Radroute verliert sich aber in den Wohnvierteln der Vorstadt. Ich kämpfe mich ungefähr in die vermutete Richtung durch und lande auf dem alten Princess Highway, dem ich lange Zeit gefolgt bin. Dieser führt nun vierspurig in die Stadt. Dennoch hupen ungeduldige Autofahrer, weil ich eine Fahrspur benötige. Eine Radroute führt schließlich über Nebenstraßen. Zufällig komme kreuze ich die Elizabeth Street, die direkt zur Jugendherberge am Railway Square führt. Ich genieße es, dort vorgebucht zu haben und trotz total ausgebuchter Stadt ein Bett in der City zu bekommen.
Noch einmal durchstöbere ich die Stadt. Diesmal führt der Weg über Hyde Park und MacQuarie Street, an der sich mehrere viktorianische Gebäude versammeln. Über die Harbour Bridge nehme ich dieses Mal die Fußgängerseite mit Blick zur Oper und zum Circular Quay, wo die Fährschiffe auslaufen. Auf dem Rückweg zweige ich noch in dien Oxford Street ab, die erst das Gay Viertel durchzieht und dann - in Paddington - von mehreren viktorianischen Häusern gesäumt ist. Nach dem Abendessen ziehe ich nochmals zu Fuß los, um die nächtliche Beleuchtung von Oper und Brücke zu fotografieren. Ein heraufziehendes Gewitter erzeugt zusätzliche Lichteffekte.
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