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3. Tag: Kuala Lumpur
Fr, 17.11.2006


Morgens um 5:00 Uhr wache ich schon auf.Noch funktioniert die Zeitumstellung nicht problemlos. Um 6:30 Uhr bin ich beim Frühstücks-Buffet. Es gibt Französisches, Englisches, Indisches und Malaysisches: Vom Croissant über Baked Beans bis Hühnchen mit Reis. Das reicht fast für den ganzen Tag.

Ich schlendere in Richtung Nordwesten, komme an sicherheitsbewachten Wohnvierteln und Schulen vorbei, besuche kurz das Telekommunikationsmuseum: von den ersten Telegraphen-Leitungen bis zur bereits 1986 privatisierten Telecom Malaysia. Im benachbarten Post-Office kann ich kostenlos mailen.

Die katholische Kirche von KL erregt meine Aufmerksamkeit. Sie ist schmucklos aber groß. KL ist Bischofssitz. Auf dem Gelände finden sich mehrere katholische Schulen. Dann folgt ein botanischer Garten, der den Rest des Urwalds mitten im Stadtgebiet konserviert. Auf dem Berg lädt der dritthöchste Fernmeldeturm der Welt zum Besuch der Aussichtsterrasse ein. Ein digitaler Walkman erklärt den Besuchern die Gebäude und deren Funktion: Die Petronas Towers sind erst 1999 fertig geworden, riesige Moscheen liegen friedlich neben christlichen Kirchen, das Parlament hat das malaysische Königshaus auf repräsentative Aufgaben begrenzt, das Opernhaus ist dem von Sydney nachempfunden. Insgesamt ist die Stadt erst 150 Jahre alt und gerade dabei, eine beeindruckende Skyline zu entwickeln.

Der Rückweg führt mich noch zum Nationalmuseum, in dem die Geschichte des Landes aufgearbeitet wird: Die früher unabhängigen Sultanate (vor allem Malakka) wurden zuerst von den Portugiesen beschlagnahmt, dann kamen Dänen im 18. Jahrhundert und kurz darauf die Engländer. Die East India Company hat eigenes Geld drucken lassen. Erst nach dem zweiten Weltkrieg - nach kurzer Besetzung durch die Japaner - wurde das Land unabhängig: 2007 feiert Malysia 50 Jahre Staatsgründung.

Zurück im Hotel beginnt das Einsammeln des verteilten Gepäcks: erst den Rucksack aus dem Hotel, dann die Fahrradtaschen vom Left Luggage am Zentralbahnhof. Der KLIA-Express bringt mich pünktlich wieder zum Flughafen. Auf der zugehörigen Autobahn herrscht Stau.

Beim Wieder-Einchecken werde ich überrascht von der Feststellung, dass ich laut Flugschein nur 20 kg Freigepäck habe. Nach einigem Hin und Her einigen wir uns darauf, dass ich das Zelt mit ins Handgepäck nehme. Trotz der Metallstifte wird das bei der Gepäckkontrolle akzeptiert. Nun beginnt wieder ein siebenstündiger Nachtflug.


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